Durch die Toleranzen bei der Herstellung der Injektoren weicht die tatsächlich eingespritzte Kraftstoffmenge geringfügig von der theoretisch berechneten Kraftstoffmenge ab. Diese Einspritzmengen-Toleranzen werden nach der Herstellung für jeden Injektor im gesamten Betriebsbereich durch Messungen beim Lieferanten ermittelt. Aus diesen Messungen werden für jeden Injektor zwei Abgleichwerte erzeugt.
Bei der Fahrzeugmontage werden nach Einbau des DME-Steuergeräts die Abgleichwerte eines jeden verbauten Injektors im DME-Steuergerät gespeichert. Die Abgleichwerte sind entsprechend dem Verbau der Injektoren den einzelnen Zylindern zugeordnet.
Durch diese Abgleichwerte korrigiert das DME-Steuergerät die berechneten Einspritzmengen und verbessert so die Abgasemissionen.
Mithilfe der Servicefunktion können die Abgleichwerte der Injektoren im Steuergerät geändert oder neu gespeichert werden.
Die Abgleichwerte sind in zwei Blöcken zu je drei Ziffern auf jedem Injektor aufgedruckt (siehe Grafiken unten). Der Aufdruck kann sich entweder auf dem Kunststoffträger oder dem metallischen Oberteil befinden.

Grafik 1: Beispiel für
Aufdruck der Abgleichwerte auf dem Kunststoffträger

Grafik 2: Beispiel für Aufdruck der Abgleichwerte auf dem metallischen Oberteil
Achtung:
Wenn Injektoren erneuert oder getauscht werden,
muss sicher gestellt werden, dass die aufgedruckten Abgleichwerte
eines jeden Injektors im DME-Steuergerät dem richtigen
Zylinder zugeordnet sind!
Die Injektoren müssen
demontiert werden, wenn die Abgleichwerte im eingebauten Zustand
nicht abgelesen werden können.
Wurde der Motor
mit den Injektoren bereits betrieben, muss vor der Montage die Dichtung
erneuert werden.
Hierzu unbedingt Reparaturanleitung beachten!
Achtung:
Durch Umrechnungen innerhalb des DME-Steuergerätes können die Abgleichwerte nach dem Speichern von den eingegebenen Werten in der letzten Stelle geringfügig differieren. Es liegt kein Eingabe- oder Steuergerätefehler vor!
Achtung:
Wenn das DME-Steuergerät erneuert wurde, muss der Abgleich der Injektoren ebenfalls durchgeführt werden, damit die Abgleichwerte der verbauten Injektoren im neuen Steuergerät gespeichert sind! Ansonsten ist entweder ein unrunder Motorlauf oder aber kein Motorstart möglich!
Hinweis:
Für Zylinder, für
die kein neuer Abgleichwert eingegeben wird, bleiben die bisherigen Abgleichwerte
im DME-Steuergerät erhalten!