Typische Abläufe

 

Bei der Fahrzeugproduktion oder bei Austausch einzelner EWS-Komponeneten muß eine Initialisierung und eine Synchronisation der Steuergeräte und Transponder durchgeführt werden. Die typischen Abläufe im Werk sowie beim Händler sind im folgenden beschrieben.

Erstinitialisierung im Werk

Das EWS-Steuergerät und die 4 Fahrzeugschlüssel werden mit den in einer Programmierstation erzeugten Schlüsseldaten initialisiert. Die Schlüsseldaten für weitere 6, noch nicht gefräste Ersatzschlüssel werden zusätzlich in das EWS-Steuergerät geschrieben. Sämtliche Schlüsseldaten (von insgesamt 10 Schlüsseln) werden in einer Datenbank abgespeichert. Danach wird die individuelle Steuergerätenummer (ISN) aus dem Motorsteuergerät ausgelesen und in das EWS-Steuergerät eingetragen. Damit ist die Initialisierung abgeschlossen und das Fahrzeug ist fahrbereit.

Beschaffung von Ersatzschlüsseln

Ersatzschlüssel können nur über den BMW-Händler von einem Vertriebsstützpunkt bezogen werden. Dort wird einer der 6 Ersatzschlüssel zum Fahrzeug passend programmiert. Dieser Schlüssel ist keine Kopie des verlorenen Schlüssels, sondern ein neuer Schlüssel!

Wichtig!

Der Vertriebsstützpunkt stellt immer einen neuen Schlüssel her! Es können insgesamt nicht mehr als 6 zum verbauten EWS-Steuergerät passende Ersatzschlüssel hergestellt und ausgeliefert werden! Die Schlüsseldaten von ausgelieferten Ersatzschlüsseln werden aus der Datenbank gelöscht!

Der Auftrag zur Schlüsselfertigung in dem Vertriebsstützpunkt kann erst dann weitergeleitet werden, wenn alle notwendigen Angaben vom Kunden bzw. Händler vollständig vorliegen.

Vorsicht!

Jede Schlüsselanforderung wird dokumentiert, damit jeder Anfrage von Versicherungen und Behörden nachgegangen werden kann!

Die Beschaffung von Ersatzschlüsseln ist wegen der gestiegenen Diebstahlsicherheit zukünftig mit mehr Aufwand verbunden als in der Vergangenheit.

Ab dem Schlüssel Nr. 5 (erster Ersatzschlüssel) erhalten alle Ersatzschlüssel ein `E ' auf dem Schlüsselbart als Kennzeichnung.

Sperren von Schlüsseln

Mit Hilfe des DIS-Testers kann am Fahrzeug ein verlorener Schlüssel gesperrt und nach dem Auffinden des Schlüssels, dieser wieder freigeschaltet werden. Hierzu müssen alle noch im Besitz des Kunden befindlichen Schlüssel vorgelegt werden.

Austausch des EWS-Steuergerätes

Zum Austausch des EWS-Steuergerätes muß über den zubestimmten Vertriebsstützpunkt ein vorinitialisiertes Steuergerät beschafft werden. Der Vorgang ist ähnlich wie bei der Beschaffung von Ersatzschlüsseln.

Im Fahrzeug muß dann das neue EWS-Steuergerät codiert werden. Dabei wird die i ndividuelle S teuergeräten ummer (ISN) des Motorsteuergerätes (DME/DDE) ins EWS-Steuergerät übertragen. Der Ablauf der Codierung muß wie folgt eingehalten werden:

Austausch des Motorsteuergerätes (DME/DDE)

Nach Austausch des Motorsteuergerätes muß das neue Motorsteuergerät mittels DIS-Tester oder MoDiC codiert werden. Dabei wird auch die im Motorsteuergerät gespeicherte i ndividuelle S teuergeräten ummer (ISN) ins EWS-Steuergerät übertragen.

Austausch des Sende-/Empfangsmoduls (S/E-Modul)

Es sind keinerlei Initialisierungsvorgänge notwendig.

Ersatzteilversorgung

Neben den Werken sind zur Zeit noch folgende Vertriebs-Stützpunkte mit Programmierstationen für die Initialisierung der EWS- Komponenten ausgestattet:

Als Ersatzteile sind folgende EWS 2-Komponenten über die Vertriebsstützpunkte erhältlich:

Wiederbeschaffung bei Verlust aller 10 Schlüssel

Unter Angabe aller erforderlichen Daten kann der berechtigte Kunde über den BMW-Händler vom Vertriebsstützpunkt ein neues EWS-Steuergerät und neu initialisierte Transponderschlüssel mit bisherigem mechanischen Schlüsselcode erhalten.

Bei Verlust aller 10 Schlüssel und aller erfaßten Daten (auch in der Zentrale), müssen am Fahrzeug das EWS-Steuergerät und alle Schlüssel getauscht werden. In diesem Fall erfolgt die Auslieferung der Teile nur über die Zentrale Teileauslieferung (ZTA), da es sich um keine übliche Lagerware handelt.