Ablauf bei Schlüsselidentifikation und Startvorgang
- Zündschloß in Stellung 2: Der Transponder wird über die Ringantenne mit Energie versorgt und sendet die Schlüsseldaten an das EWS-Steuergerät.
- Das EWS-Steuergerät prüft die Schlüsseldaten auf ihre Richtigkeit und gibt erst dann ein Freigabesignal an Motorsteuerung und Anlasser:
Bei Automatikfahrzeugen wird außerdem die Stellung des Getriebewählhebels abgefragt und der Anlasser nur in Stellung P oder N freigegeben.
- Nach dem Motorstart erzeugt das EWS-Steuergerät neue Schlüsseldaten und sendet sie an den Transponder.
- Der Anlasser wird abgeschaltet, wenn das EWS-Steuergerät eine bestimmte Drehzahl für eine bestimmte Zeit erkennt. Diese Drehzahlgrenze ist abhängig von der verbauten Motorvariante.
Vorsicht!
Das EWS-Steuergerät besitzt aus Sicherheitsgründen eine codierabhängige Nachlaufzeit (typisch 10 s). Die Nachlaufzeit beginnt, sobald das Zündschloß in Stellung 0 steht und
keine Diagnosetelegramme an das EWS-Steuergerät gesendet werden.
Innerhalb der Nachlaufzeit werden keine
Schlüsseldaten vom EWS-Steuergerät aus dem Schlüssel abgefragt. Bei einem Schlüsselwechsel kann deshalb während der Nachlaufzeit mit jedem mechanisch passendem Schlüssel (auch mit elektronisch defektem!) gestartet werden!
Bei der Überprüfung von Schlüsseln folgendermaßen vorgehen:
- Falls der Servicetester DIS oder das MoDiC angeschlossen ist: Diagnosestecker vom Fahrzeug trennen.
- Zündschloß in Stellung 0 schalten, verwendeten Schlüssel abziehen.
- Nachlaufzeit abwarten, Zündschloß bleibt in Stellung 0!
- zu prüfenden Schlüssel einstecken, Zündschloß in Stellung 2.
- Startversuch durchführen.
Die Dauer der Nachlaufzeit kann mit dem Diagnoseprogramm des EWS-Steuergerätes unter "Servicefunktionen", "Codierdaten lesen" als "Selbstschärfzeit" ausgelesen werden.
Hinweis
Aus Sicherheitsgründen wird bei einer Startfreigabe die Zentralverriegelung aus einem gegebenenfalls gesicherten Zustand geöffnet.