Bremsdrucksteuerung

 

ABS-Betrieb

Die Bremsdrucksteuerung im ABS-Betrieb erfolgt über vier Magnetventilpaare, jeweils ein Einlaßventil und ein Auslaßventil pro Radbremse, in der Hydraulikeinheit.

Die Plusversorgung der Magnetventil wird ab Zündschloßstellung 2 über das Ventilrelais hergestellt.

Das Schalten der Magnetventile wird durch Anlegen von Masse vom ABS/ASC-Steuergerät realisiert.

In Abhängigkeit von der Fahrsituation, ermittelt durch die Raddrehzahlsignale, können durch das Ansteuern der Magnetventile folgende Betriebszustände dargestellt werden:

Betriebszustand

Magnetventil / Zustand

Druckaufbau

Einlaßventil offen (stromlos)

 

Auslaßventil geschlossen (stromlos)

Druckhalten

Einlaßventil geschlossen (bestromt)

 

Auslaßventil geschlossen (stromlos)

Druckabbau

Einlaßventil geschlossen (bestromt)

 

Auslaßventil geöffnet (bestromt)

 

Die Vorderräder werden einzeln, die Hinterräder gemeinsam geregelt.

Bei einer Regelbremsung können die Magnetventile 5 bis 12 mal pro Sekunde geschaltet werden.

Während der ABS-Regelung wird die ABS/ASC-Pumpe vom ABS/ASC-Steuergerät angesteuert.

ASC-Betrieb mit Bremseneingriff

Im ASC-Betrieb sind die Aus- und Einlaßventile für die Vorderradbremsenstromlos. Das ASC-Umschaltventil ist geschlossen (bestromt) und das ASC-Ansaugventil ist geöffnet (bestromt). Die Ein- und Auslaßventile für die Hinterradbremsen werden abhängig von der Regelsituation geöffnet oder geschlossen.

Die ABS/ASC-Pumpe wird vom ABS/ASC-Steuergerät während der Regelung angesteuert.