Die Abgasklappe dient zur Geräuschoptimierung im Motorleerlauf und leerlaufnahen Drehzahlbereich.
Folgende Komponenten stellen die Funktion der Abgasklappe sicher:
Versorgung:
Die Abgasklappe ist am Endrohr eines Nachschalldämpfers verbaut. Die Klappe ist im Leerlauf und leerlaufnahen Drehzahlbereich geschlossen. Bei Überschreiten der Schaltdrehzahl wird die Abgasklappe geöffnet. Dadurch wird ein zusätzliches Schalldämpfervolumen zugeschaltet. Bei abgestelltem Motor ist die Abgasklappe ebenfalls geöffnet.
Der notwendige Unterdruck zur Ansteuerung der Membrandose wird durch die Vakuumpumpe erzeugt, die für die Bremskraftunterstützung verwendet wird. Schlauchleitungen stellen die Verbindung zum elektromagnetischen Umschaltventil 1 und zur Membrandose her. Bei laufendem Motor wird im leerlaufnahen Drehzahlbereich das Umschaltventil 1 durch die DME angesteuert. Durch den anliegenden Unterdruck wird über die Membrandose die Abgasklappe geschlossen.
Bei hohen Drehzahlen wird das Umschaltventil 1 geschlossen. Dadurch wird die Membrandose über den Weg Umschaltventil 2 -> Umschaltventil 1 belüftet. Als Folge davon öffnet die Abgasklappe.
Das elektromagnetische Umschaltventil 2 dient zur Steuerung der Öffnung der Abgasklappe nach Abstellen des Motors. Durch eine spezielle Düse wird die Membrandose langsam belüftet. Dadurch verläuft der Öffnungsvorgang der Abgasklappe gedämpft.
Durch eine defekte Unterdruckleitung zur Membrandose ist die Abgasklappe ständig geöffnet. Wenn das Umschaltventil 1 von der DME nicht angesteuert wird, steht die Abgasklappe ebenfalls offen infolge des fehlenden Unterdruckes.
Bei einer Störung des Umschaltventiles 2 wird der Öffnungsvorgang beim Abstellen des Motors nicht mehr gedämpft. Als Folge kann ein kurzes Klacken auftreten.
Durch die geöffnete Abgasklappe ist in jedem Fall ein uneingeschränkter Fahrbetrieb gewährleistet.
Wenn die Abgasklappe teilweise geöffnet blockiert, sind in der Regel mechanische Störungen an der Klappe oder der Membrandose die Ursache. Eine teilweise geöffnete Abgasklappe kann aufgrund eines erhöhten Abgasgegendruckes zur Reduzierung der Fahrleistungen und zu akustischen Problemen führen.
Bei fehlerhafter elektrischer Ansteuerung des elektromagnetischen Umschaltventiles 1 wird in den Fehlerspeicher der DME folgender Fehler eingetragen:
Mechanische Fehlfunktionen oder Störungen des Umschaltventiles 2 können nur über das entsprechende Testmodul erkannt werden.