Die Sitzbelegungserkennung wird benötigt um dem Airbagsystem mitzuteilen, ob der Beifahrersitz unbelegt ist, ob er mit einer Person belegt ist oder, ob ein Kindersitz auf dem Sitz ist. Aufgrund dieser Information kann das Airbagsteuergerät (MRS) bedarfsgerecht bei einem Unfall den Beifahrerairbag zünden oder nicht.
Die Sitzbelegungserkennung II nutzt zwei unterschiedliche Verfahren zur Erkennung der Belegung des Beifahrersitzes.
Das SBE II Steuergerät bewertet das Meßergebnisse beider Teilsysteme und ermittelt daraus die Sitzbelegung. Dieser Zustand wird über eine Datenleitung an das Airbagsteuergerät gemeldet.
Das Teilsystem OC besteht aus einer Sensormatte in der Sitzfläche und einer damit festverbundenen Elektronik.
Die Sensormatte erfasst die Gewichtsbelastung und Verteilung über Sensorpunkte. Die angeschlossene Elektronik ermittelt daraus, wie der Sitz belastet ist. Der erkannte Status wird über eine Datenleitung an das SBE II Steuergerät gemeldet.
Das Teilsystem FDS besteht aus 4 Antennen die in der Sitzfläche und in der Sitzlehne eingebaut sind. Die Antennen sind am SBE II Steuergerät angeschlossen.
Die Antennen bestehen aus je zwei, voneinander elektrisch isolierten Metallgewebematten.
Über die Antennen wird das elektrische Feld des Sitzes gemessen. Gegenstände oder Personen verändern dieses Feld. Anhand der Feldveränderungen kann erkannt werden ob sich ein Gegenstand (Kindersitz) oder eine Person auf dem Sitz befindet.
Das Steuergerät der SBE II ist ein eigenständiges, diagnosefähiges Steuergerät das am Diagnosebus (TxD-Leitung) angeschlossen ist. Fehler im Bereich der Antennen und der Sitzmatte werden selbstständig erkannt und im Fehlerspeicher abgelegt. Der Status der Belegung kann über die Diagnoseabfragen ausgelesen werden.
Ein Fehler im SBE II Steuergerät wird über Datenleitung an das Airbagsteuergerät gemeldet und führt zum Einschalten der Airbag-Kontrolleuchte.