Funkfernbedienung (FBZV)

Allgemeines

Die Funkfernbedienung besteht aus einem Funkschlüssel und einem im Fahrzeug eingebauten Empfängermodul.

Der Empfang, der vom Schlüssel ausgesendeten Funksignale erfolgt über eine in der Hutablage verlegte Antenne.

Sämtliche Funktelegramme sind verschlüsselt und senden einen ständig wechselnden Code, so daß Manipulationen und damit unberechtigtes Öffnen des Fahrzeuges unterbunden sind.

Länderausführungen

Wegen unterschiedlicher Zulassungsbestimmungen für Funkgeräte in den Ländern, gibt es zwei verschiedene Versionen der Gesamtanlage (Schlüssel, Empfängermodul und Antenne).

Funkschlüssel

P660001G

Funkschlüssel ECE-Ausführung, 433 MHz

P660002G

Funkschlüssel US-Ausführung, 315 MHz

 

Tastenbelegung

Der Funkschlüssel ist ein mit zwei handeslüblichen Lithiumbatterien betriebener Sender. Über drei Tasten auf dem Schlüssel werden, auch in Abhängigkeit von der Dauer des Tastendrukes, verschiedene Aktionen am Fahrzeug ausgelöst.

 

Um Manipulationen am System zu unterbinden sind alle Funkbefehle über einen ständig wechselnden Code verschlüsselt.

Funktionsanzeige (für Schlüssel ohne EWS-Transponder)

Funkschlüsseln ohne EWS-Transponder (Elektronische Wegfahrsperre) besitzen eine Leuchtdiode (LED) als Funktionsanzeige.

Das kurze Aufleuchten der LED nach einem Tastendruck signalisiert, daß der Funkbefehl gesendet wurde.

Wird die Taste gedrückt gehalten (für Öffnen/Schließen der Fenster) zeigt das Blitzen der LED an, daß ständig Befehle gesendet werden.

Leuchtet die LED nach einer Tastenbetätigung nicht auf, so sind die Batterien im Sender entladen oder der Sender ist defekt.

Bei Funkschlüsseln mit EWS-Transponder ist keine LED verbaut.

Spannungsüberwachung

Im Funkschlüssel wird der Ladezustand der Batterien beim Betätigen einer Taste überwacht.

Erreicht die Spannung einen unteren Grenzwert meldet der Funkschlüssel dem Empfängermodul den Batteriezustand. Das Empfängermodul gibt diese Meldung über den K-Bus an die IKE weiter. Nach Öffnen der Fahrertür erscheint in der Anzeigeeinheit der IKE eine entsprechende Check-Contol Meldung.

Beim Auftreten der Meldung sind die Batterien im Funkschlüssel zu erneuern.

Bei Funkschlüsseln ohne EWS-Transponder leuchtet die Funktionsanzeige (LED) nicht mehr auf, wenn die Batteriespannung unterschritten wird.

Selbsttest des Funkschlüssels (für Schlüssel ohne EWS-Transponder)

Bei Funkschlüsseln ohne EWS-Transponder (Elektronische Wegfahrsperre) kann ein Selbsttest durchgeführt werden.

Zur Durchführung Taste 1 und Taste 3 gleichzeitig drüken und festhalten.

Der Sender ist i.O., wenn nach ca. 1 Sekunde die Leuchtdiode im Schlüssel für ca 1 Sekunde aufleuchtet.

Leuchtet die LED nicht, so sind zunächst die Batterien im Schlüssel zu erneuern. Anschließend ist erneut ein Selbsttest durchzuführen. Nur wenn erneut die LED nicht leuchtet, ist der Schlüssel zu erneuern.

Bei Funkschlüsseln mit EWS-Transponder ist keine LED verbaut.

Empfängermodul und Antenne

Empfang der Funksignale

Die vom Funkschlüssel gesendeten Daten werden über eine Funkantenne vom Empfängermodul empfangen und entschlüsselt.

Der empfangene Befehl wird über den K-Bus an das Grundmodul der ZKE III gesendet und dort ausgeführt (z.B. Zentralverriegelung entriegeln und DWA entschärfen).

Reichweite

Der Radius der Reichweite beträgt für die Befehle an die Zentralverriegelung mindestens 10 m.

Für das Komfortöffnen und Komfortschließen der Fensterheber und des Schiebehebedachs wird die Reichweite auf einen Radius von ca. 5 m begrenzt. Die Reduzierung der Reichweite wird aus Sicherheitsgründen vorgenommen.

Beim Initialisieren ist die Reichweite so weit reduziert, daß die Funktion im Fahrzeug durchgeführt werden muß, wobei der Sender (Schlüssel) in Richtung Antenne (Hutablage) zu halten ist.

Wichtig!

Für den richtigen Empfang ist es erforderlich, daß die am Empfängermodul angeschlossene Antenne richtig verlegt ist. Sie muß fest im Empfängermodul eingesteckt sein und verläuft unterhalb der Verkleidung in der Hutablage (Heckscheibe) quer zur Fahrtrichtung. Der "nicht-schwarzummantelte" Teil der Antenne muß in der Mitte der Hutablage befinden.

Initialisieren

Funktion

Mit dem Initialisieren werden die Funkschlüssel dem Empfängermodul zugeordnet. Im Funkschlüssel wird beim Initialisieren ein Code gebildet und an das Empfängermodul gesendet. Der Code wird im Schlüssel und im Modul gespeichert. Anhand dieses Codes erkennt das Empfängermodul die zur Anlage gehörenden Schlüssel. Nur von diesen Schlüsseln werden Befehle ausgeführt.

Pro Fahrzeug können maximal 4 Schlüssel initialisiert werden. Wird ein Schlüssel neu initialisiert, werden die Codes der anderen Schlüssel gelöscht. Es müssen also immer alle Schlüssel einer Anlage gleichzeitig initialisiert werden.

Beim Initialisieren ist die Reichweite für den Empfang so weit reduziert, daß die Funktion im Fahrzeug durchgeführt werden muß, wobei der Sender (Schlüssel) in Richtung Antenne (Hutablage) zu halten ist.

Initialisierungsablauf

Zum Initialisieren der weiteren Schlüssel den Vorgang ab Punkt 3 wiederholgen (= Taste 2 am Schlüssel drüken und festhalten). Die Klemme R darf nicht verändert werden.

Das Einschalten der Klemme R führt zum Abbruch der Initialisierung.

Hinweis

Der im Funkschlüssel gespeicherte Code geht verloren, wenn der Funkschlüssel längere Zeit ohne Spannungsversorgung ist. Ein Auswechslen der Schlüsselbatterien sollte deshalb innerhalb von 1-2 Minuten erfolgen.