Geänderte Komponenten (MS41 zu MS40)

 

Kurbelwellen-Drehzahl- und -Positionsgeber

Der Kurbelwellengeber ist als Aktivgeber mit Hallgeberprinzip ausgeführt. Ab ca. 20 U/min wird vom Geber ein auswertbares Signal ausgegeben. Der Geber wird mit einer Konstantspannung von 5 V aus dem DME-Steuergerät versorgt.

Lambdasonden

Bei diesem Motorkonzept wird eine Stereolambdaregelung verwendet. Die Lambdasonden (Widerstandssprungsonden) sind im Auspuffkrümmer angebracht. Durch diese Anordnung werden die Totzeiten der einzelnen Abgaslaufstrecken verkürzt und können genauer erfaßt werden. Jede Sonde erfaßt drei Zylinder (Zylinder 1-3 und 4-6). Prüfungsbeispiel: Werden die Öffnungszeiten der Einspritzventile der ersten Bank (Zylinder 1-3) verändert, so muß sich auch eine Reaktion an der Lambdasonde der ersten Bank zeigen. Ansonsten sind die Sonden vertauscht.

Doppeltemperaturfühler Kühlmittel

Die MS 41 verfügt über einen Doppeltemperaturfühler für das DME-Steuergerät und das Fernthermometer im Kombiinstrument. Der Temperatursensor setzt die Temperarur des Motorkühlmittels in eine elektrische Größe (Widerstand) um. Dazu wird ein NTC verwendet. Durch die Steckercodierung am Geber und am Kabelbaum ist ein Vertauschen ausgeschlossen.

 

Doppel-Klopfsensor

Die Klopfsensoren erkennen eine klopfende Verbrennung und arbeiten nach dem bekannten Funktionsprinzip des Pizzero Sensors. Es gibt einen Klopfsensor für die Zylinder 1-3 und 4-6. Sie sind nur am Stecker bzw. im Kabelbaum zusammengeführt und geben getrennte Signale und das DME-Steuergerät.

Zündspulen

Die Zündspulen sind durch den geänderten mechanischen Aufbau kleiner und leichter geworden (300g statt 400g). Die Zündspulen MS41 und MS40 können nicht untereinander ausgetauscht werden.

Steuergerät MS41

Das Steuergerät ist ein Einplatinegerät mit einer 88-poligen Meßerleiste. Es gibt nur eine Steuergerätevariante je Hubraum. Die Unterscheidung zwischen Handschaltung oder automatischem Getriebe sowie Kat oder Kat-Vorbereitung wird vom Steuergerät selbst gelernt. Die gelernte Variante kann mittels DIS oder MoDiC zurückgesetzt werden ("Diagnose" "Servicefunktionen" "Adaptionen löschen")

Das Steuergerät besitzt einen permanenten Datenspeicher (EEPROM). Hier werden die Adaptionen sowie der Fehlerspeicherinhalt nichtflüchtig abgelegt. Das Löschen dieser Einträge ist nur mit DIS / MoDiC möglich. Durch Abklemmen der Batterie werden sie nicht gelöscht. Wird das Steuergerät eines anderen Fahrzeuges eingesetzt (Probetausch) müssen die Adaptionen gelöscht werden.