Instrumentenkombination mit Bordrechner und Bedienungsteilen

Die Instrumentenkombination ist für alle anderen Steuergeräte der ”Zeit-” und ”Dimmer-Master”. Die Zeitinformation und die Helligkeitsinformation werden den anderen Steuergeräten als Telegramm zur Verfügung gestellt. Der Datenaustausch zwischen der Instrumentenkombination mit seinen Komponenten und Bedienungsteilen und den Fahrzeugkomponenten erfolgt über:

Bedienungsteile

Taster am Schaltzentrum Lenksäule

Am Schaltzentrum Lenksäule befinden sich die Tasten zum Aufrufen und Scrollen der Bordcomputer-Anzeigen.

Ein Langdruck auf die obere Taste schaltet im Anzeigebereich unterhalb der Drehzahlanzeige die Anzeige um. Mit jedem Langdruck wird zwischen den Funktionen Check Control und Bordcomputer hin und her geschaltet.

Ein Kurzdruck auf die obere Taste scrollt die angezeigte Funktion.

Ein Kurzdruck auf die untere Taste scrollt alle Anzeigemöglichkeiten unterhalb der Geschwindigkeitsanzeige.

Ein Langdruck schaltet beide Anzeigen gleichzeitig hell oder dunkel, wenn

keine Nachricht der Check Control aktiv ist (z.B. Motorüberhitzung) o d e r

die Tankanzeige auf ”Reserve” steht.

Controller

Mit dem Controller in der Mittelarmlehne vorn wird die Bedienung des Bordcomputers durchgeführt.

Tageswegstrecken-Rückstelltaste

An der Instrumentenkombination befindet sich die Tageswegstrecken-Rückstelltaste mit der auch Funktionen aufgerufen werden können.

Durch einen Kurzdruck auf die Tageswegstrecken-Rückstelltaste können bei ausgeschalteter Zündung folgende Funktionen ausgeführt und für acht Sekunden angezeigt werden:

Bei erneuter Betätigung der Tageswegstrecken-Rückstelltaste innerhalb dieser Zeit wird die angezeigte Tageswegstrecke zurückgesetzt.

Durch einen Langdruck (> zwei Sekunden) auf die Tageswegstrecken-Rückstelltaste werden bei ausgeschalteter Zündung folgende Funktionen ausgelöst:

Nur die Display-Bereiche innerhalb der Geschwindigkeitsanzeige und der Drehzahlanzeige werden hinterleuchtet.

Dimmerrad

Mit dem Dimmerrad wird die LCD-Leuchtdichte (Hintergrundhelligkeit) gewählt.

Instrumentenkombination

Die Instrumentenkombination beinhaltet außer dem Bedienungsteil noch die Anzeigeelemente, zwei Rechner und ein Steuergerät:

Länderausführung

Die Instrumentenkombination wird in unterschiedlichen Hardware-Varianten für verschiedene Märkte hergestellt. Unterschiedliche Anzeigen, Sprachen und Einheitenumschaltung können über das Control Display eingestellt werden.

Europa mit Spracherweiterung: Diese Variante enthält zusätzliche Schriftzeichen für Japan, Korea, Taiwan. Tachometer mit km/h-Einteilung, Drehzahlmesser für Ottomotor mit Einteilung bis 7000 1/min, Speicherkapazität 8 MB

Europa:Tachometer mit km/h-Einteilung, Drehzahlmesser für Ottomotor mit Einteilung bis 7000 1/min, Speicherkapazität 4 MB

Europa und US-Markt: Tachometer mit mph-Einteilung, Drehzahlmesser für Ottomotor mit Einteilung bis 7000 1/min, Speicherkapazität 4 MB

Sprachen: Im 4-MB-Sprachenspeicher der Instrumentenkombination sind gespeichert: Deutsch, Englisch (UK), Englisch (US), Französisch, Italienisch, Niederländisch, Spanisch.

Im 8-MB-Sprachenspeicher der Instrumentenkombination sind zusätzlich zu den oben angeführten Sprachen gespeichert: Japanisch, Koreanisch, Chinesisch (traditionell), Chinesisch (simpel).

Sprachenkodierung: Die Sprachenkodierung ist von der Länderkodierung des CAS Car Access Systems abhängig. Im Control Display wird ein Sprachenpaket programmiert, dass drei der oben angeführten Sprachen enthält. Aus diesen drei Sprachen kann am Control Display eine Sprache ausgewählt werden. Die Einstellungen lassen sich als Key-Memory-Funktion abspeichern. Dadurch werden die gespeicherten Einheiten und Sprachen in Abhängigkeit vom verwendeten Schlüssel (Benutzer) angezeigt.

Einheitenumschaltung: Die Einheitenumschaltung kann durch Kodierung mit dem Tester oder am Control Display vorgenommen werden für:

Anzeigeelemente

Die Kontroll- und Warnleuchten sowie die Hinterleuchtung des LC-Displays sind als ein- oder mehrfarbige, nicht austauschbare Leuchtdioden realisiert.

Beim Öffnen der Fahrertür wird bei Temperaturen < 10° C eine Display-Beheizung eingeschaltet. Die Ein-/Ausschaltung wird zudem von der Verbraucherabschaltung des Powermoduls in Abhängigkeit von der Bordnetzspannung gesteuert.

Beleuchtung und Dimmung

Beleuchtung:Die einzelnen Display-Bereiche und Skalenringe werden nur hinterleuchtet, wenn in ihrem Bereich Daten zur Anzeige vorliegen.

AUSNAHME: Gesetztes Geschwindigkeitslimit.

Zeiger und Skalenringe werden nur bei eingeschaltetem Fahrlicht beleuchtet und dienen dadurch auch als Funktionsanzeige für ”Fahrlicht EIN”.

Die Helligkeit des LC-Displays und aller Kontroll- und Warnleuchten ändert sich automatisch. Die Anpassung an die jeweiligen Lichtverhältnisse geschieht mit Hilfe eines Fototransistors. Das zur Anpassung erforderliche Helligkeitssignal wird in der Instrumentenkombination erzeugt. Aus den Werten des Fototransistors und des Dimmer-Potentiometers (Stellung des Dimmerrades) wird ein Helligkeitssignal errechnet. Das Helligkeitssignal wird allen anderen Steuergeräten als ”Dimmer-Master”-Information zur Verfügung gestellt.

Kontrast: Die Kontrasteinstellung des LCD-Displays erfolgt automatisch in Abhängigkeit von der LCD-Temperatur an der Instrumentenkombination und der Betriebszeit. Dazu wird einer Regelelektronik die mit einem NTC-Widerstand am LC-Display festgestellte Temperatur als ein Eingangswert zugeführt. Als anderer Eingangswert wird die zeitabhängige Alterung verwendet. Hierzu werden die Standzeit und die Betriebszeit der Instrumentenkombination mit einem eingebauten Zeitzähler erfasst. Als Ergebnis beider Eingangswerte wird eine sich den Betriebsbedingungen automatisch anpassende Kontrastspannung erzeugt.

Akustische Signale

Zur Ausgabe von akustischen Signalen ist in der Instrumentenkombination ein Lautsprecher integriert. Die Klangsignale werden bei eingeschaltetem Blinker, bei Überschreitung des Geschwindigkeitslimits und zur Temperatur-Warnung von einem eingebauten Sound-Generator erzeugt.

Alle weiteren akustischen Signale werden vom ASK Audio-System-Controller erzeugt und über die Fahrzeuglautsprecher vorn links und rechts ausgegeben. Signale von der Check Control werden entsprechend ihrer Wichtigkeit als Gong oder Doppelgong hörbar gemacht. Lautstärke und Klangfarbe entsprechen ebenfalls der Wichtigkeit der Meldung.

Anzeigebereiche der Instrumentenkombination

Anzeigebereich 1: LC-Display

Display-Bereich 1, innerhalb der Geschwindigkeitsanzeige. Anzeige von Inhalten als Text und Grafik:

Display-Bereich 2, innerhalb der Drehzahlanzeige. Anzeige von Inhalten als Text und Grafik:

Display-Bereich 3, unterhalb der Geschwindigkeitsanzeige. Anzeige von Inhalten als Text und Grafik:

Display-Bereich 4, unterhalb der Drehzahlanzeige. Anzeige von Bordcomputer- und Check Control-Textmeldungen:

Bordcomputer-Textmeldungen werden von Check Control-Textmeldungen überschrieben. Die meisten Textmeldungen werden durch die Einblendung eines zur Meldung passenden Symbols im variablen Anzeige- und Warnfeld (Display-Bereich 5) ergänzt.

Display-Bereich 5, variables Anzeige- und Warnfeld. Anzeige von Inhalten als Text oder Grafik:

Display-Bereich 6, Ganganzeige: Im Steptronic-Modus wird der vom Getriebe eingelegte Gang (M1 bis M6) angezeigt. In Fahrprogrammstufe D und aktiviertem S-Programm wird hier S angezeigt.

Anzeigebereich 2, Zeigerinstrument: Geschwindigkeitsanzeige

Die Tachometer-Skalierung und die Skalenbeschriftung werden auf dem fest angeordneten Zahlenring dargestellt. Der Zeiger wird von einem Schrittmotor bewegt.

Anzeigebereich 3, Zeigerinstrument: Drehzahlanzeige

Die angezeigte Geschwindigkeit wird von einem am linken Hinterrad-Sensor abgenommenen und zum DSC-Steuergerät geführten Signal abgeleitet.

Die Drehzahlanzeige-Skalierung und die Skalenbeschriftung werden auf dem fest angeordneten Skalenring dargestellt.

Auf dem Skalenring sind noch ein aufgedrucktes Drehzahl-Vorwarnfeld (rot gestrichelt) und ein sich anschließendes Drehzahlwarnfeld (durchgehend rot). Der Zeiger wird von einem Schrittmotor bewegt.

Das Drehzahlsignal wird von der DME zur Instrumentenkombination geführt.

Anzeigebereich 4, Kontroll- und Warnleuchten

Die Kontroll- und Warnleuchten sind zwischen und neben den Zeigerinstrumenten fest angeordnet. Die Symbole werden zur Anzeige durch farbige und mehrfarbige Leuchtdioden hinterleuchtet.

Dadurch können die Symbole, entsprechend ihrer Wichtigkeit, in den Farben rot, gelb, grün oder blau dargestellt werden.

Die gesetzlich vorgeschriebenen und genormten Kontroll- und Warnleuchten sind:

Weiterhin befinden sich in diesem Bereich die Kontroll- und Warnleuchten für:

Programmanzeige des Automatikgetriebes

Die Pfeile neben der Programmanzeige (Getriebe-Programmstufen P, N, D, R) zeigen die jeweils mögliche Bewegungsrichtung des Getriebewählhebels an der Lenksäule an.

Die Programmanzeige bleibt aktiviert

Die 30-Minuten-Anzeige ist ein Hinweis darauf, dass beim Abstellen des Fahrzeugs nicht die Stufe P eingelegt wurde. Nach Ablauf der 30 Minuten wird automatisch die Parksperre aktiviert.

Die gesamte Steuerung der Programm- und Ganganzeige wird vom EGS-Steuergerät durchgeführt.

Alle weiteren Kontroll- und Warninformationen erfolgen mit einer entsprechenden Symboldarstellung im variablen Warnfeld.

Predrive Check

Der Predrive Check hat zwei Funktionen:

Zur Durchführung der Funktionen werden

Der gesamte Predrive Check dauert mindestens vier Sekunden.

Einschaltszenarien

Klemme R:Nach Klemme R EIN wird im Display-Bereich innerhalb der Geschwindigkeitsanzeige die Uhrzeit und die Außentemperatur angezeigt. Es wird nur dieser Display-Bereich hinterleuchtet.

Klemme 15:Ab Klemme 15 EIN wird der Predrive Check aktiviert.

Redundante Datenablage

Beim Austausch der Instrumentenkombination müssen Daten erhalten bleiben, um Manipulationen erkennen zu können. Dazu werden im CAS Car Access System folgende Daten redundant (ein zweites Mal) abgelegt:

Nach jedem Einschalten der Klemme 15 wird eine Überprüfung dieser Daten vorgenommen. Bei Erkennen von Abweichungen wird im Display-Bereich unterhalb der Drehzahlanzeige ein orange farbener Manipulationspunkt abgebildet. Das geschieht in folgenden Fällen:

Diagnose

Die Instrumentenkombination ist ein diagnosefähiges System. Diagnose und Auslesen des Fehlerspeichers in der Instrumentenkombination sind mit MoDic oder DISplus möglich. Zusätzlich verfügt die Instrumentenkombination über Testfunktionen, die in seinem Display ausgelesen werden.

Eigendiagnose

Die Instrumentenkombination führt zur Funktionsüberwachung und Fehlerfeststellung eine Eigendiagnose durch. Festgestellte Fehler werden gespeichert, wenn sie dreimal als ”wahr” erkannt wurden. Bei vollständig belegtem Speicher werden neue Fehler nicht berücksichtigt. Fehler, die nach 40 mal Klemme 15 EIN/AUS nicht mehr auftreten, werden bei vollständig belegtem Speicher automatisch gelöscht. Der Fehlerspeicher kann mit dem Diagnosegerät oder im Display der Instrumentenkombination ausgelesen werden.

Testfunktionen

Durch Drücken der Tageswegstrecken-Rückstelltaste können die Testfunktionen in der Instrumentenkombination angezeigt werden. Die Anzeige erscheint im linken Display-Bereich innerhalb der Geschwindigkeitsanzeige und wird orange farbig unterlegt angezeigt.

CC Check Control

Die Check Control ist ein Meldesystem für Fehler am Fahrzeug und Anzeigesystem für Betriebszustände und Handlungsanweisungen.

Anzeigeorte

Die Meldungen der Check Control werden an verschiedenen Orten durch feste und variable Kontrollleuchten in der Instrumentenkombination angezeigt.

Zu den meisten Meldungen der Check Control stehen ergänzende Erklärungen und Handlungshinweise am Control Display zur Verfügung. Diese können über das Bord-Daten-Menü abgerufen werden oder sie werden bei besonders schwer wiegenden Fällen automatisch eingeblendet.

Anzeigeverhalten

Meldungen der Check Control werden meistens von einem Gong angekündigt. Die Ausgabe erfolgt

Es wird die Meldung mit der höchsten Priorität angezeigt, wenn

Zusätzlich zur optischen Anzeige macht die Check Control mit akustischen Signalen auf sich aufmerksam.

Bordcomputer

”Haupt”-Bordcomputer

Der ”Haupt”-Bordcomputer beinhaltet die Teilfunktionen ”Anzeigen” und ”Zusätzliche Einstellungen”.

Anzeigen: Der Computer liefert ab Klemme R Daten für nachfolgende Anzeigen:

Zusätzliche Einstellungen:Folgende zusätzlichen Funktionen können über den Bordcomputer gesteuert und im Control Display angezeigt werden:

Reise-Bordcomputer

Der Reise-Bordcomputer dient zur Überwachung von einzelnen Etappen, die auch angehalten oder unterbrochen werden können.

Die Aktivierung des Reise-Bordcomputers wird mit dem Controller im Auswahlfeld START durchgeführt. Die Informationen des Reise-Bordcomputers werden nur im Control Display angezeigt. Angezeigt werden:

Bei einer Fahrtunterbrechung wird ab Klemme 15 AUS die Weiterberechnung der Durchschnittswerte angehalten (sofern nicht START oder STOPP aktiviert sind) und erst bei Wiederaufnahme der Fahrt fortgesetzt.

Limit:In den Bordcomputer kann über den Controller und das Control Display ab Klemme R EIN ein Geschwindigkeitslimit eingegeben werden. Die Eingabe kann mit dem Controller erfolgen oder es kann die momentan gefahrene Geschwindigkeit übernommen werden. Der Bereich oberhalb der eingegebenen Geschwindigkeit wird an der Geschwindigkeitsanzeige innerhalb der Tachometerscala mit einem hellen Kreissegment dargestellt. Das Überschreiten des eingegebenen Wertes wird durch einen Gong und eine Meldung der Check Control angezeigt.

Die Ausgabe der Warnung bei Überschreiten des eingegebenen Limits kann erst im Fahrbetrieb (Klemme 15 EIN und Wegimpulstelegramm) erfolgen. Das aktuelle Geschwindigkeitslimit und der zugehörige Aktivierungszustand wird in der Instrumentenkombination auch nach Klemme 15 AUS gespeichert.

Stoppuhr: Die Funktion Stoppuhr ist ab Klemme R betriebsbereit. Die Stoppuhr wird mit dem Controller über die Auswahlfelder im Control Display gestartet und gestoppt.