Instrumentenkombination mit Bordrechner und Bedienungsteilen
Die Instrumentenkombination ist
für alle anderen Steuergeräte der ”Zeit-” und ”Dimmer-Master”.
Die Zeitinformation und die Helligkeitsinformation werden den anderen Steuergeräten
als Telegramm zur Verfügung gestellt. Der Datenaustausch
zwischen der Instrumentenkombination mit seinen Komponenten und
Bedienungsteilen und den Fahrzeugkomponenten erfolgt über:
- CAS Car Access System.
Das CAS ist das Gatewaymodul zwischen den Datenbussen K-CAN
SYSTEM und K-CAN PERIPHERIE.
- ZGM Zentrales Gatewaymodul. Das ZGM verbindet
die Datenbusse BYTEFLIGHT; K-CAN SYSTEM, PT-CAN
und den DIAGNOSEBUS.
- K-CAN SYSTEM-Datenbus. Der
K-CAN SYSTEM-Datenbus verbindet die Instrumentenkombination
und die Steuergeräte im Fahrwerks-, Antriebs- und Karosseriebereich.
- MOST-Bus. Der MOST-Bus verbindet
die Steuergeräte im Kommunikationsbereich; Navigationssystem,
ASK Audio System Kontroller, SVS Sprachverarbeitungssystem und CD
Control Display.
Bedienungsteile
Taster am Schaltzentrum Lenksäule
Am Schaltzentrum Lenksäule befinden sich die
Tasten zum Aufrufen und Scrollen der Bordcomputer-Anzeigen.
Ein Langdruck auf die obere Taste schaltet im Anzeigebereich
unterhalb der Drehzahlanzeige die Anzeige um. Mit jedem Langdruck
wird zwischen den Funktionen Check Control und Bordcomputer hin
und her geschaltet.
Ein Kurzdruck auf die obere Taste scrollt die angezeigte
Funktion.
Ein Kurzdruck auf die untere Taste scrollt alle Anzeigemöglichkeiten
unterhalb der Geschwindigkeitsanzeige.
Ein Langdruck schaltet beide Anzeigen gleichzeitig hell
oder dunkel, wenn
keine Nachricht der Check Control aktiv ist (z.B. Motorüberhitzung)
o d e r
die Tankanzeige auf ”Reserve” steht.
Controller
Mit dem Controller in der Mittelarmlehne vorn wird die
Bedienung des Bordcomputers durchgeführt.
Tageswegstrecken-Rückstelltaste
An der Instrumentenkombination befindet sich die Tageswegstrecken-Rückstelltaste
mit der auch Funktionen aufgerufen werden können.
Durch einen Kurzdruck auf die Tageswegstrecken-Rückstelltaste
können bei ausgeschalteter Zündung folgende Funktionen
ausgeführt und für acht Sekunden angezeigt werden:
- Tageswegstrecke und Gesamtwegstrecke
- Uhrzeit
- Außentemperatur
Bei erneuter Betätigung der Tageswegstrecken-Rückstelltaste
innerhalb dieser Zeit wird die angezeigte Tageswegstrecke zurückgesetzt.
Durch einen Langdruck (> zwei Sekunden) auf die Tageswegstrecken-Rückstelltaste werden
bei ausgeschalteter Zündung folgende Funktionen ausgelöst:
- Das ABS-ISO-Symbol
wird zwei Sekunden lang im variablen Warnfeld angezeigt (US-Markt).
- Die Testfunktionen werden aktiviert.
- Die SBA Servicebedarfsanzeige wird zurückgestellt.
Nur die Display-Bereiche innerhalb der Geschwindigkeitsanzeige
und der Drehzahlanzeige werden hinterleuchtet.
Dimmerrad
Mit dem Dimmerrad wird die LCD-Leuchtdichte
(Hintergrundhelligkeit) gewählt.
Instrumentenkombination
Die Instrumentenkombination beinhaltet außer
dem Bedienungsteil noch die Anzeigeelemente, zwei Rechner und ein
Steuergerät:
- Anzeigeelemente: LC-Display,
Zeigerinstrumente, fest positionierte Kontrollleuchten
- Rechner für Display und Beleuchtung
sowie Bordcomputer und Check Control-Funktionen
- Rechner für Ansteuerung der Zeigerinstrumente
und der fest installierten Kontroll- und Warnleuchten
- Steuergerät: Umsetzung der Ein- und
Ausgangssignale im Telegramm-Format.
Direkt an die Instrumentenkombination sind:
- Außentemperaturfühler
und die
- Geber für Waschwasserstand, Kühlmittelstand
und Tankfüllung
Länderausführung
Die Instrumentenkombination wird in unterschiedlichen Hardware-Varianten
für verschiedene
Märkte hergestellt. Unterschiedliche Anzeigen, Sprachen
und Einheitenumschaltung können über das Control
Display eingestellt werden.
Europa mit Spracherweiterung: Diese
Variante enthält zusätzliche Schriftzeichen für Japan,
Korea, Taiwan. Tachometer mit km/h-Einteilung, Drehzahlmesser
für Ottomotor mit Einteilung bis 7000 1/min, Speicherkapazität
8 MB
Europa:Tachometer mit km/h-Einteilung,
Drehzahlmesser für Ottomotor mit Einteilung bis 7000 1/min,
Speicherkapazität 4 MB
Europa und US-Markt: Tachometer
mit mph-Einteilung, Drehzahlmesser für Ottomotor mit
Einteilung bis 7000 1/min, Speicherkapazität 4 MB
Sprachen: Im 4-MB-Sprachenspeicher
der Instrumentenkombination sind gespeichert: Deutsch, Englisch
(UK), Englisch (US), Französisch, Italienisch, Niederländisch, Spanisch.
Im 8-MB-Sprachenspeicher der Instrumentenkombination
sind zusätzlich zu den oben angeführten Sprachen
gespeichert: Japanisch, Koreanisch, Chinesisch (traditionell), Chinesisch
(simpel).
Sprachenkodierung: Die Sprachenkodierung
ist von der Länderkodierung des CAS Car Access Systems
abhängig. Im Control Display wird ein Sprachenpaket programmiert,
dass drei der oben angeführten Sprachen enthält.
Aus diesen drei Sprachen kann am Control Display eine Sprache ausgewählt
werden. Die Einstellungen lassen sich als Key-Memory-Funktion
abspeichern. Dadurch werden die gespeicherten Einheiten und Sprachen
in Abhängigkeit vom verwendeten Schlüssel (Benutzer) angezeigt.
Einheitenumschaltung: Die Einheitenumschaltung
kann durch Kodierung mit dem Tester oder am Control Display vorgenommen
werden für:
- Verbrauch (mpg US, mpg
UK, km/l, l/100 km)
- Temperatur (°C, °F)
- Entfernung (km, Miles)
- Datum/Zeit (Datum/Zeitformat US und Europa)
Anzeigeelemente
- LC-Display:Alle
Anzeigen und Meldungen (z.B. die des Bordcomputers) werden auf dem
in sechs Anzeigebereiche unterteilten LC-Display dargestellt.
- Zeigerinstrumente:Geschwindigkeit
und Motordrehzahl werden von Zeigerinstrumenten angezeigt, die sich über
einem LC-Display bewegen. Die Zeiger werden von Schrittmotoren
angetrieben.
- Fest positionierte Kontrollleuchten: Die
gesetzlich vorgeschriebenen Anzeigen sind mit fest installierten,
genormten Kontroll- und Warnleuchten ausgeführt.
Die Kontroll- und Warnleuchten sowie die Hinterleuchtung
des LC-Displays sind als ein- oder mehrfarbige,
nicht austauschbare Leuchtdioden realisiert.
Beim Öffnen der Fahrertür wird bei
Temperaturen < 10° C eine Display-Beheizung eingeschaltet.
Die Ein-/Ausschaltung wird zudem von der Verbraucherabschaltung
des Powermoduls in Abhängigkeit von der Bordnetzspannung
gesteuert.
Beleuchtung und Dimmung
Beleuchtung:Die einzelnen Display-Bereiche
und Skalenringe werden nur hinterleuchtet, wenn in ihrem Bereich
Daten zur Anzeige vorliegen.
AUSNAHME: Gesetztes Geschwindigkeitslimit.
Zeiger und Skalenringe werden nur bei eingeschaltetem
Fahrlicht beleuchtet und dienen dadurch auch als Funktionsanzeige
für ”Fahrlicht EIN”.
Die Helligkeit des LC-Displays und aller Kontroll- und
Warnleuchten ändert sich automatisch. Die Anpassung an
die jeweiligen Lichtverhältnisse geschieht mit Hilfe eines
Fototransistors. Das zur Anpassung erforderliche Helligkeitssignal
wird in der Instrumentenkombination erzeugt. Aus den Werten des
Fototransistors und des Dimmer-Potentiometers (Stellung
des Dimmerrades) wird ein Helligkeitssignal errechnet. Das Helligkeitssignal
wird allen anderen Steuergeräten als ”Dimmer-Master”-Information
zur Verfügung gestellt.
Kontrast: Die Kontrasteinstellung
des LCD-Displays erfolgt automatisch in Abhängigkeit
von der LCD-Temperatur an der Instrumentenkombination und
der Betriebszeit. Dazu wird einer Regelelektronik die mit einem
NTC-Widerstand am LC-Display festgestellte Temperatur
als ein Eingangswert zugeführt. Als anderer Eingangswert
wird die zeitabhängige Alterung verwendet. Hierzu werden
die Standzeit und die Betriebszeit der Instrumentenkombination mit
einem eingebauten Zeitzähler erfasst. Als Ergebnis beider
Eingangswerte wird eine sich den Betriebsbedingungen automatisch
anpassende Kontrastspannung erzeugt.
Akustische Signale
Zur Ausgabe von akustischen Signalen ist in der Instrumentenkombination
ein Lautsprecher integriert. Die Klangsignale werden bei eingeschaltetem
Blinker, bei Überschreitung des Geschwindigkeitslimits
und zur Temperatur-Warnung von einem eingebauten Sound-Generator
erzeugt.
Alle weiteren akustischen Signale werden vom ASK Audio-System-Controller
erzeugt und über die Fahrzeuglautsprecher vorn links und
rechts ausgegeben. Signale von der Check Control werden entsprechend
ihrer Wichtigkeit als Gong oder Doppelgong hörbar gemacht.
Lautstärke und Klangfarbe entsprechen ebenfalls der Wichtigkeit
der Meldung.
Anzeigebereiche der Instrumentenkombination
Anzeigebereich 1: LC-Display
Display-Bereich 1, innerhalb der
Geschwindigkeitsanzeige. Anzeige von Inhalten als Text
und Grafik:
- Geschwindigkeitslimit: Zur
Vermeidung von Geschwindigkeitsüberschreitungen können
Geschwindigkeitslimits über den Bordcomputer eingegeben
werden. Geschwindigkeitslimits werden als helles Kreissegment vom
Limit bis zum Skalenende dargestellt. Bei Überschreitung
des Limits akustischer Hinweis.
- Stufentempomat: Bis
zu sechs Geschwindigkeitsmarken können als kugelförmige
Markierungen eingestellt werden. Die eingestellten Geschwindigkeiten
können gespeichert werden und sind abrufbar. Oft benötigte Werte
können durch Tastendruck angewählt werden, ohne
die Geschwindigkeit vorher genau anfahren zu müssen.
Bei aktiver Geschwindigkeitsregelung markiert ein heller
Pfeil die Geschwindigkeit auf die gerade geregelt wird. Bei Deaktivierung
der Funktion, z.B. durch Bremsen, wird die Geschwindigkeitsmarke,
auf die zuletzt geregelt wurde, durch einen dunklen Pfeil markiert.
- Diagnose-Testfunktion:Mit
der Tageswegstrecken-Rückstelltaste können insgesamt
21 Testfunktionen im Display-Bereich innerhalb der Geschwindigkeitsanzeige
angewählt werden. Der Inhalt der angewählten Testfunktion
wird im Display-Bereich innerhalb der Drehzahlanzeige dargestellt.
- CBS Condition Based Service-”Reset”:Mit
der Tageswegstrecken-Rückstelltaste können
die ”CBS-Reset”-Funktionen
im Display-Bereich innerhalb der Geschwindigkeitsanzeige
angewählt werden. Der Inhalt der angewählten Funktion
wird im Display-Bereich innerhalb der Drehzahlanzeige dargestellt.
Display-Bereich 2, innerhalb der
Drehzahlanzeige. Anzeige von Inhalten als Text und Grafik:
- Variables Drehzahl-Vorwarnfeld: Zusätzlich
zu den festen Markierungen Drehzahl-Vorwarnfeld (Rot, gestrichelt)
und Drehzahlwarnfeld (rot, durchgehend) kann unterhalb dieser Markierungen
ein variables Drehzahl-Vorwarnfeld eingeblendet werden.
Damit wird eine vom Motorbetriebszustand abhängige Höchstdrehzahlempfehlung
angezeigt, die bei betriebswarmem Motor erlischt.
- Navigationsanzeige: Als
Navigationsanzeigen werden der Guidance-Hinweis (runder
Pfeil), die nächste Kreuzungsstraße und die Entfernung
zur nächsten Kreuzung dargestellt.
Bis vor den nächsten Abbiegepunkt numerische
Anzeige der Entfernung, danach mit einer Balkengrafik. Der Balken
nimmt bis zum Abbiegen kontinuierlich ab. Die Art der Anzeige bestimmt
das Navigationssystem.
Display-Bereich 3, unterhalb der
Geschwindigkeitsanzeige. Anzeige von Inhalten als Text
und Grafik:
- SBA Servicebedarfsanzeige: Wenn
von der SBA Servicebedarfsanzeige keine Meldungen vorliegen, werden
an dieser Stelle je nach Einstellung die Tankanzeige oder die Reichweite
angezeigt.
- BC Bordcomputer-Anzeigen: Mit
der BC Bordcomputer-Taste am FAS Fahrtrichtungs- und
Abblendlichtschalter kann zwischen den Bord Computer-Anzeigen
umgeschaltet werden.
Display-Bereich 4, unterhalb der
Drehzahlanzeige. Anzeige von Bordcomputer- und Check
Control-Textmeldungen:
Bordcomputer-Textmeldungen werden von Check
Control-Textmeldungen überschrieben. Die meisten
Textmeldungen werden durch die Einblendung eines zur Meldung passenden
Symbols im variablen Anzeige- und Warnfeld (Display-Bereich
5) ergänzt.
Display-Bereich 5, variables Anzeige- und
Warnfeld. Anzeige von Inhalten als Text oder Grafik:
- CC Check Control-Warnsymbole: Jeder
Check Control-Textmeldung im Display-Bereich 4
ist ein Symbol zugeordnet, das in diesem Bereich in Rot oder gelb angezeigt
wird.
Wenn keine Check Control-Meldungen eingehen,
werden permanent Außentemperatur und Uhrzeit angezeigt.
- Außentemperatur: Die
Anzeigeauflösung beträgt 0,5° C. Bei
Unterschreitung von +3° C erfolgt eine Meldung mit akustischem
Warnhinweis.
Die angezeigte Außentemperatur ist ein errechneter
Wert. Der Wert wird von der Instrumentenkombination unter Berücksichtigung
der Kühlmitteltemperatur und der Fahrzeuggeschwindigkeit
errechnet.
- Uhrzeit: Die in die
Instrumentenkombination integrierte Quarzuhr kann über
den Controller im Control Display manuell eingestellt werden.
Bei Fahrzeugen mit Navigationssystem wird die einmal
manuell eingestellte Uhrzeit im Minutenbereich korrigiert. Die
Korrektur erfolgt auf der Basis der vom Navigationssystem empfangenen
Weltzeit UTC (United Time Coordinated).
Vom Navigationssystem wird nur die Abweichung der Minuteneinstellung
im Bereich von ± 2,5 Minuten von der tatsächlichen
Uhrzeit korrigiert. Die Einstellung der Stundenanzeige muss daher
manuell erfolgen.
Eine manuell außerhalb des Korrekturbereiches
gestellte Uhr läuft als normale Quarzuhr.
Uhrzeit und Außentemperatur werden ab Klemme
R EIN angezeigt.
Display-Bereich 6, Ganganzeige: Im
Steptronic-Modus wird der vom Getriebe eingelegte Gang
(M1 bis M6) angezeigt.
In Fahrprogrammstufe D und aktiviertem S-Programm wird
hier S angezeigt.
Anzeigebereich 2, Zeigerinstrument: Geschwindigkeitsanzeige
Die Tachometer-Skalierung und die Skalenbeschriftung
werden auf dem fest angeordneten Zahlenring dargestellt. Der Zeiger
wird von einem Schrittmotor bewegt.
Anzeigebereich 3, Zeigerinstrument: Drehzahlanzeige
Die angezeigte Geschwindigkeit wird von einem am linken
Hinterrad-Sensor abgenommenen und zum DSC-Steuergerät
geführten Signal abgeleitet.
Die Drehzahlanzeige-Skalierung und die Skalenbeschriftung
werden auf dem fest angeordneten Skalenring dargestellt.
Auf dem Skalenring sind noch ein aufgedrucktes Drehzahl-Vorwarnfeld
(rot gestrichelt) und ein sich anschließendes Drehzahlwarnfeld
(durchgehend rot). Der Zeiger wird von einem Schrittmotor bewegt.
Das Drehzahlsignal wird von der DME zur Instrumentenkombination
geführt.
Anzeigebereich 4, Kontroll- und Warnleuchten
Die Kontroll- und Warnleuchten sind zwischen
und neben den Zeigerinstrumenten fest angeordnet. Die Symbole werden
zur Anzeige durch farbige und mehrfarbige Leuchtdioden hinterleuchtet.
Dadurch können die Symbole, entsprechend ihrer
Wichtigkeit, in den Farben rot, gelb, grün oder blau dargestellt
werden.
Die gesetzlich vorgeschriebenen und genormten Kontroll- und
Warnleuchten sind:
- Fahrtrichtungsanzeiger
- Fernlicht
- Gurtwarnung
- Airbag
- allgemeine Bremswarnung
- Nebelschlussleuchten, Nebelscheinwerfer
- OBD II Check Engine (MIL)
Weiterhin befinden sich in diesem Bereich die Kontroll- und
Warnleuchten für:
- DSC Dynamische Stabilitäts-Control
- Programmanzeige des Automatikgetriebes
Programmanzeige des Automatikgetriebes
Die Pfeile neben der Programmanzeige (Getriebe-Programmstufen
P, N, D, R) zeigen die jeweils mögliche Bewegungsrichtung
des Getriebewählhebels an der Lenksäule an.
Die Programmanzeige bleibt aktiviert
- für 10 Sekunden
nach Entnahme der Fernbedienung (Nachlauffunktion) u n d
- bis zu 30 Minuten bei abgestelltem Motor (Klemme
15 AUS) und eingelegter Fahrstufe N.
Die 30-Minuten-Anzeige ist ein Hinweis
darauf, dass beim Abstellen des Fahrzeugs nicht die Stufe P eingelegt
wurde. Nach Ablauf der 30 Minuten wird automatisch die Parksperre
aktiviert.
Die gesamte Steuerung der Programm- und Ganganzeige
wird vom EGS-Steuergerät durchgeführt.
Alle weiteren Kontroll- und Warninformationen
erfolgen mit einer entsprechenden Symboldarstellung im variablen
Warnfeld.
Predrive Check
Der Predrive Check hat zwei Funktionen:
- Er dient zur Kontrolle
der internen Funktionen der Instrumentenkombination und
- zur Überwachung der Alive-Signale
aller Steuergeräte, die eine Check Control-Meldung
ausgeben können.
Zur Durchführung der Funktionen werden
- alle festen Kontrollleuchten
kurz nach Klemme 15 EIN synchron eingeschaltet. AUSNAHME: Airbag
wird bereits ab Klemme R eingeschaltet.
- und Kontrollleuchten, die rot und gelb leuchten
können (Parkbremse und Bremswarnung) zuerst auf Gelb und
nach ca. zwei Sekunden auf Rot umgeschaltet.
Der gesamte Predrive Check dauert mindestens vier Sekunden.
- Am Ende eines fehlerfreien
Predrive Checks werden alle Kontrollleuchten gemeinsam ausgeschaltet.
- Treten während des Predrive Checks
Fehler auf, wird der Check für die jeweiligen Systeme unterbrochen.
- Die betroffenen Kontrollleuchten bleiben an
und die Check Control gibt die zugehörige Meldung aus.
Einschaltszenarien
Klemme R:Nach Klemme R EIN wird
im Display-Bereich innerhalb der Geschwindigkeitsanzeige
die Uhrzeit und die Außentemperatur angezeigt. Es wird
nur dieser Display-Bereich hinterleuchtet.
Klemme 15:Ab Klemme 15 EIN wird
der Predrive Check aktiviert.
- Anschließend
wird zusätzlich zu Uhrzeit und Außentemperatur
die Programmanzeige des Automatikgetriebes dargestellt.
- Vorliegende Check Control-Meldungen
werden anstelle der Gesamtwegstrecke/Tageswegstrecke im Display-Bereich
unterhalb der Drehzahlanzeige angezeigt.
- Im Display-Bereich innerhalb der
Drehzahlanzeige wird die Gesamtwegstrecke/Tageswegstrecke für
kurze Zeit eingeblendet.
- Im Display-Bereich unterhalb der
Geschwindigkeitsanzeige wird die Serviceinformation angezeigt. Anschließend
wird wieder auf die Anzeige der letzten Information, z.B. Tankanzeige
und Verbrauch, umgeschaltet.
- Vorliegende Check Control-Meldungen
werden im Display-Bereich innerhalb der Drehzahlanzeige
angezeigt.
- Nachdem der Motor läuft, wird zusätzlich
das variable Drehzahl-Vorwarnfeld dargestellt, solange
die von der DME übertragene Drehzahlschwelle unterhalb
des fest aufgedruckten Warnfeldes liegt.
- Der Markierungsring in der Geschwindigkeitsanzeige
wird nur dargestellt, wenn Schwellen für den Stufentempomat
gesetzt wurden und/oder die LIMIT-Funktion eingeschaltet
wurde.
- Die Display-Bereiche der Geschwindigkeits- und
der Drehzahlanzeige werden nur hinterleuchtet, wenn eine der Anzeigefunktionen
aktiv ist. Wenn nur die LIMIT-Anzeige aktiv ist, werden
beide Display-Bereiche dunkel geschaltet.
Redundante Datenablage
Beim Austausch der Instrumentenkombination müssen
Daten erhalten bleiben, um Manipulationen erkennen zu können.
Dazu werden im CAS Car Access System folgende Daten redundant (ein
zweites Mal) abgelegt:
- Fahrgestellnummer
- Gesamtwegstrecke (Kilometerstand)
- CBS-Umfänge
Nach jedem Einschalten der Klemme 15 wird eine Überprüfung
dieser Daten vorgenommen. Bei Erkennen von Abweichungen wird im
Display-Bereich unterhalb der Drehzahlanzeige ein orange
farbener Manipulationspunkt abgebildet. Das geschieht in folgenden
Fällen:
- Die in den beiden Steuergeräten
abgelegte Fahrgestellnummer ist unterschiedlich.
- In einem der beiden Steuergeräte
ist keine Fahrgestellnummer abgelegt (z.B. Neuteil).
- Der Baustein für die Speicherung
der Gesamtwegstrecke in der Instrumentenkombination ist defekt und
der Kilometerstand wird mit 999999 angezeigt.
Diagnose
Die Instrumentenkombination ist ein diagnosefähiges
System. Diagnose und Auslesen des Fehlerspeichers in der Instrumentenkombination
sind mit MoDic oder DISplus möglich. Zusätzlich
verfügt die Instrumentenkombination über Testfunktionen,
die in seinem Display ausgelesen werden.
Eigendiagnose
Die Instrumentenkombination führt zur Funktionsüberwachung
und Fehlerfeststellung eine Eigendiagnose durch. Festgestellte Fehler
werden gespeichert, wenn sie dreimal als ”wahr” erkannt
wurden. Bei vollständig belegtem Speicher werden neue Fehler
nicht berücksichtigt. Fehler, die nach 40 mal Klemme 15
EIN/AUS nicht mehr auftreten, werden bei vollständig belegtem
Speicher automatisch gelöscht. Der Fehlerspeicher kann
mit dem Diagnosegerät oder im Display der Instrumentenkombination
ausgelesen werden.
Testfunktionen
Durch Drücken der Tageswegstrecken-Rückstelltaste
können die Testfunktionen in der Instrumentenkombination
angezeigt werden. Die Anzeige erscheint im linken Display-Bereich
innerhalb der Geschwindigkeitsanzeige und wird orange farbig unterlegt angezeigt.
CC Check Control
Die Check Control ist ein Meldesystem für Fehler
am Fahrzeug und Anzeigesystem für Betriebszustände
und Handlungsanweisungen.
- Die Meldetexte (max. 40
Zeichen) beinhalten eindeutige Handlungsanweisungen
- Parallel zu den Check Control-Meldungen
sind im Bord-Daten-Menü des Control Display
weiterführende Informationen (max. 170 Zeichen) zur aktuellen
Meldung abrufbar bzw. erscheinen automatisch.
- Zur Anzeige von Texten stehen außer
der deutschen Sprache noch 10 Fremdsprachen zur Verfügung.
Anzeigeorte
Die Meldungen der Check Control werden an verschiedenen
Orten durch feste und variable Kontrollleuchten in der Instrumentenkombination
angezeigt.
- Variable Kontrollleuchten
werden unterhalb der Ganganzeige gelb oder rot dargestellt. Die
normalerweise an dieser Stelle angezeigte Uhrzeit und die Außentemperatur
werden bei Bedarf von der Check Control überschrieben.
- Textmeldungen der Check Control werden unterhalb
des Drehzahlmessers angezeigt. Wenn an dieser Stelle bei Ausgabe
der Meldung schon Daten des Bordcomputers stehen, werden diese überschrieben.
Zu den meisten Meldungen der Check Control stehen ergänzende
Erklärungen und Handlungshinweise am Control Display zur
Verfügung. Diese können über das Bord-Daten-Menü abgerufen
werden oder sie werden bei besonders schwer wiegenden Fällen
automatisch eingeblendet.
Anzeigeverhalten
Meldungen der Check Control werden meistens von einem
Gong angekündigt. Die Ausgabe erfolgt
- als Textmeldung mit einer
festen und/oder variablen Kontrollleuchte,
- dem Text im Anzeigebereich unter dem Drehzahlmesser
und meistens mit einem zusätzlichen ergänzenden
Hinweis im Control Display o d e r
- als Nichttextmeldung mit einer festen Kontrollleuchte.
Es wird die Meldung mit der höchsten Priorität
angezeigt, wenn
- mehrere Textmeldungen
gleichzeitig zur Ausgabe anstehen o d e r wenn
- eine Kontrollleuchte von verschiedenen Nichttextmeldungen
gleichzeitig angesteuert werden soll.
Zusätzlich zur optischen Anzeige macht die Check
Control mit akustischen Signalen auf sich aufmerksam.
Bordcomputer
”Haupt”-Bordcomputer
Der ”Haupt”-Bordcomputer beinhaltet
die Teilfunktionen ”Anzeigen” und ”Zusätzliche Einstellungen”.
Anzeigen: Der Computer liefert
ab Klemme R Daten für nachfolgende Anzeigen:
- Distanz:Die
Distanz kann über den Controller in den Rechner eingegeben werden.
Der Distanzwert wird dann vom Rechner heruntergezählt
o d e r vom Navigationssystem an die Instrumentenkombination übertragen.
In diesem Fall berechnet das Navigationssystem bis zum Stand ”0”.
In beiden Fällen zählt die Instrumentenkombination
die ”Minus-Distanz” weiter.
- Reichweite:Die Reichweite
wird aus einem mittleren Verbrauchswert und dem Tankinhalt berechnet.
Standzeiten bei laufendem Motor und plötzliche Änderungen
der Fahrweise werden bei der Berechnung weitestgehend kompensiert.
- Ankunftszeit:Die Ankunftszeit
wird aus der Distanz, der Uhrzeit und einer mittleren Geschwindigkeit
berechnet. Die Ankunftszeit kann nur berechnet werden, wenn die
Uhr gestellt und eine Distanz manuell eingegeben wurde.
- Durchschnittsverbrauch:Der
Durchschnittsverbrauch wird anhand der Daten aus dem Verbrauchs- und
Wegspeicher berechnet. Die Berechnung beginnt immer mit einem manuellen ”Reset”.
Die Anzeige erfolgt nach dem ersten Wegimpuls.
- Durchschnittsgeschwindigkeit:Die
Durchschnittsgeschwindigkeit wird anhand der Daten aus dem Wegspeicher- und
Zeitzähler berechnet.
Ein ”Reset” von Durchschnittsverbrauch
und -geschwindigkeit wird über den Controller
direkt im Menü des Bordcomputers im Control Display durchgeführt. Wenn
eine dieser Anzeigen angewählt wird, erscheint ein Dialogfenster
auf dem Bildschirm. Mit dem Dialogfenster ist das selektive Zurücksetzen
möglich.
In die Instrumentenkombination können einzelne
Informationen des Bordcomputers eingeblendet werden.
Anzeigefeld unter der Geschwindigkeitsanzeige:In
diesem Feld können Distanz und/oder Reichweite angezeigt
werden; zusätzlich der Tankinhalt.
Anzeigefeld unter der Drehzahlanzeige:In
diesem Feld können angezeigt werden: Ankunftszeit, Durchschnittsverbrauch,
Durchschnittsgeschwindigkeit, Gesamt- und Tageswegstrecke
o d e r Momentanverbrauch.
In den Anzeigebereichen der Instrumentenkombination werden
bei Fahrzeugstart immer die Informationen eingeblendet, die zuletzt
angewählt wurden.
Solange unter dem Drehzahlanzeiger eine Meldung der Check
Control angezeigt wird, kann keine Funktion des Bordcomputers angezeigt
werden. Eine Anzeige ist erst nach Ablauf einer vorgegebenen Mindestanzeigezeit
oder Quittieren der Meldung durch Tastendruck möglich.
Eine Meldung höchster Priorität kann nicht mehr
ausgeblendet werden.
Zusätzliche Einstellungen:Folgende
zusätzlichen Funktionen können über den Bordcomputer
gesteuert und im Control Display angezeigt werden:
- Zeituhr:Datum
und Uhrzeit müssen über den Controller manuell
im Control Display eingegeben werden. Die Berechnung und Anzeige
der Uhrzeit erfolgt in der Instrumentenkombination. Zusätzlich
wird die Uhrzeit auch im Control Display angezeigt.
Die Uhrzeit kann nicht in die Instrumentenkombination
eingeblendet werden. Die Uhrzeit steht zusammen mit der angezeigten
Außentemperatur im LCD-Anzeigefeld unterhalb der
Ganganzeige. Die Anzeige erfolgt nur, solange sie nicht von einer
variablen Kontrollleuchte der Check Control überschrieben
wird.
- Memo-Signal: Wenn
die Funktion MEMO aktiviert wurde und eine Uhrzeit eingestellt ist,
löst die Instrumentenkombination ab Klemme R EIN jeweils
15 Sekunden vor Ablauf jeder vollen Stunde ein Stundensignal aus.
Die Funktion kann am Control Display aktiviert und deaktiviert werden.
- Timer für Standheizung
und Standlüftung:Die Timer für Standheizung
und Standlüftung werden im Klima-Menü des
Control Display gestellt.
Möglich sind die Funktionen ”Standheizung
EIN”, ”Standlüftung EIN” und ”automatische
Auswahl Standheizung/Standlüftung” - je
nach Außentemperatur.
- Kode:Im Einstellungen-Menü des
Control Display kann ab Klemme R EIN ein Kode eingegeben werden,
der einen Motorstart durch Unberechtigte verhindert.
Reise-Bordcomputer
Der Reise-Bordcomputer dient zur Überwachung
von einzelnen Etappen, die auch angehalten oder unterbrochen werden
können.
Die Aktivierung des Reise-Bordcomputers wird
mit dem Controller im Auswahlfeld START durchgeführt. Die
Informationen des Reise-Bordcomputers werden nur im Control
Display angezeigt. Angezeigt werden:
- Startzeit und Startdatum
- Fahrzeit und zurückgelegte Wegstrecke
- Durchschnittsverbrauch und Durchschnittsgeschwindigkeit
Bei einer Fahrtunterbrechung wird ab Klemme 15 AUS die
Weiterberechnung der Durchschnittswerte angehalten (sofern nicht
START oder STOPP aktiviert sind) und erst bei Wiederaufnahme der
Fahrt fortgesetzt.
Limit:In den Bordcomputer kann über
den Controller und das Control Display ab Klemme R EIN ein Geschwindigkeitslimit
eingegeben werden. Die Eingabe kann mit dem Controller erfolgen
oder es kann die momentan gefahrene Geschwindigkeit übernommen
werden. Der Bereich oberhalb der eingegebenen Geschwindigkeit wird
an der Geschwindigkeitsanzeige innerhalb der Tachometerscala mit
einem hellen Kreissegment dargestellt. Das Überschreiten
des eingegebenen Wertes wird durch einen Gong und eine Meldung der
Check Control angezeigt.
Die Ausgabe der Warnung bei Überschreiten des
eingegebenen Limits kann erst im Fahrbetrieb (Klemme 15 EIN und
Wegimpulstelegramm) erfolgen. Das aktuelle Geschwindigkeitslimit
und der zugehörige Aktivierungszustand wird in der Instrumentenkombination
auch nach Klemme 15 AUS gespeichert.
Stoppuhr: Die Funktion Stoppuhr
ist ab Klemme R betriebsbereit. Die Stoppuhr wird mit dem Controller über
die Auswahlfelder im Control Display gestartet und gestoppt.