Beim Einschalten der Zündung wird zunächst bei allen Zylindern einmal kurz eingespritzt. Ab der Einleitung des Startvorganges, wird dann zylinderselektiv 1 x pro Arbeitszyklus (2 Kurbelwellenumdrehungen) eingespritzt.
Die Einspritzzeit (ti) ergibt sich aus der programmierten Start-Grundeinspritzmenge und den Korrekturgrößen aus den Eiongangssignalen der Kühlmittel- und Ansauglufttemperatur. Die Ansteuerung der Zylinder ergibt sich aus der Stellung des Bezugsmarkengebersignals.
Nach wenigen Motorumdrehungen (abhängig von der Stellung der Nockenwelle und der Startdrehzahl) erhält das DME Steuergerät das Nockenwellen-Positionsgeber-Signal.
Bis die Nockenwellenposition erkannt ist, erfolgt grundsätzlich eine Doppelzündung (eine Zündung bei jeder Kurbelwellenumdrehung). Jetzt stellt sich heraus, ob die Zylinderzuordnung korrigiert werden muß.
Wird auch bei laufendem Motor das Nockenwellen-Positionsgeber-Signal nicht erkannt, bleibt die Doppelzündung bestehen. In diesem Fall ist jedoch nicht gewährleistet, daß der Einspritzzeitpunkt im Arbeitstakt erfolgt.
Die Beschleunigungsanreicherung wird immer dann aktiviert, wenn der Lastwunsch des Fahrers (Drosselklappen-Potentiometer-Signal) und die Motordrehzahl dies erforderlich machen. Dabei erfolgt bei den Zylindern, die ihre Einspritzzeit bereits beendet haben, ein Zwischenspritzer. Für die folgenden Zylinder verlängert sich die normale Einspritzzeit (ti) zur Kraftstoffanreicherung.
Die DME M3.3 hat eine Cylinder-Individual-Fuel-Injection CIFI. Unter CIFI versteht man eine individuelle Ansteuerung eines jeden Zylinders. Es ist gewährleistet, daß die Einspritzung eines jeden Zylinders beendet ist, bevor das Einlaßventil öffnet. Damit wird ein optimales Kraftstoff-Luftgemisch und dadurch beste Verbrennung mit niedrigem Kraftstoffverbrauch erreicht.
Wenn ein Fehler im Zünd- oder Einspritzsystem vorliegt, kann die Endstufe eines jeden Zylinders individuell abgeschaltet werden. Diese Fehler sind dann auch im Fehlerspeicher abgelegt.