Beschreibung Energiediagnose
Ausführen der Energiediagnose:
Die Energiediagnose ist das Testmodul zum Ermitteln der
Fehlerursache für eine leere Batterie. Die Energiediagnose
setzt voraus, dass das Aufladen der Batterie über den Generator
grundsätzlich funktioniert. Ein Fehler im Zusammenhang
mit dem Generator ist an entsprechenden Fehlereinträgen
oder an Unterspannung bei laufendem Motor zu erkennen.
Die Energiediagnose unterscheidet nur folgende
Fehler:
- Batterie defekt/ Generator
fehlerhaft
(schwer diagnostizierbar)
- Fahrzeug wird immer wieder geweckt
(Verursacher
nicht genau diagnostizierbar)
- Fahrzeug schläft nicht ein
(in
der Regel Verursacher diagnostizierbar)
- Zu hoher Ruhestrom, obwohl Fahrzeug schläft
(Verursacher
nicht genau diagnostizierbar)
- Kundenverhalten
(in der Regel das
Ergebnis, wenn kein Fahrzeugfehler vorhanden ist)
Beim Fehler Kundenverhalten kann noch folgendermaßen
unterschieden werden:
- Licht oder Warnblinker
war eingeschaltet
- Klemme R oder Klemme 15 war eingeschaltet
- Ungünstiges Fahrprofil
- Lange Standzeit
Ergebnis der Energiediagnose:
Die Energiediagnose geht davon aus, dass das Fahrzeug
eine leere Batterie hatte. Es werden immer die 3 wahrscheinlichsten
Fehlerursachen ausgegeben, soweit diese ermittelbar sind. Die wahrscheinlichste
Fehlerursache steht an erster Stelle. Die einzelnen Ergebnisse sind
zusätzlich jeweils in ihrer Aussagekraft bewertet.
***** - entspricht einer sehr guten Aussagekraft
**
- entspricht einer mittleren Aussagekraft
*
- entspricht einer sehr geringen Aussagekraft
Die Energiediagnose ergibt nur dann ein richtiges Ergebnis,
wenn der Fehlerspeicher seit Auftreten des Fehlers nicht gelöscht
wurde.
Bei Energiediagnose werden die ausgewerteten Daten im
Fahrzeug nicht verändert.Die Energiediagnose
kann also mehrmals ausgeführt werdenund liefert
normalerweise immer dasselbe Ergebnis.
Die Energiediagnose liefert normalerweise
auch nach einer Reparatur das gleiche Ergebnis, da die
Daten noch im Fahrzeug vorhanden sind. Auch nach dem Löschen des
Fehlerspeichers sind noch die Daten aus dem Energie-Historienspeicher gespeichert.
Jedoch spätestens wenn der Energie-Historienspeicher
mit neuen Daten überschrieben ist, wird die bereits reparierte
Fehlerursache nicht mehr als Ergebnis der Energiediagnose angezeigt.
Auswertung der Energiediagnose:
Zur Analyse der Fehlerursache einer leeren Batterie werden
mehrere Diagnose-Informationen aus dem Fahrzeug ausgelesen
und ausgewertet. Die ausgewerteten Informationen sind im Einzelnen:
- Energie-Historienspeicher
im SGM-SIM (Sicherheits-und Gateway-Modul)
Im Energie-Historienspeicher (Hinweis: nicht
zu verwechseln mit dem History-Speicher für Fehlerspeichereinträge)
werden verschiedene Informationen gespeichert, die bei der Suche
nach der Ursache einer leeren Batterie helfen können. Der
Energie-Historienspeicher bestehen aus 100 Einträgen
in einem Ringspeicher. Wird ein neuer Eintrag gespeichert, wird
der älteste Eintrag überschrieben. Ein neuer Eintrag
im Energie-Historienspeicher wird unter einer der folgenden
Voraussetzungen gespeichert:
- Das Fahrzeug ist im Ruhezustand
und wird geweckt.
- Mindestens ein Steuergerät verhindert
nach 30 Minuten Klemme R aus das Einschlafen des Fahrzeuges
(für jedes Steuergerät wird ein eigener Eintrag gespeichert)
- Das Fahrzeug erkennt, dass die Startfähigkeitsgrenze
der Batterie erreicht ist
- Das Fahrzeug erkennt Unterspannung
Zu jedem Eintrag werden folgende Informationen gespeichert:
- Die Relativzeit
und der Kilometerstand des KOMBI
- Status der Klemme R zum Zeitpunkt
des Eintrages
- Bei einem Einschlafverhinderer:
Das
Steuergerät, das zum Zeitpunkt des Eintrages das Einschlafen verhindert
hat
- Beim Wecken des Fahrzeuges:
Das Bus-System,
das zum Zeitpunkt des Eintrages geweckt hat.
Es kann nicht
identifiziert werden, welches Steuergerät geweckt hat.
Der Grund ist, dass das SGM-SIM zu dem Zeitpunkt der Weckbotschaft
im Ruhezustand ist.
- Die Nachlaufzeit der Klemme 30g
(Wenn
ein Steuergerät bei abgeschalteter Klemme 30g
weckt, muss es ein Steuergerät sein, das von der Klemme 30
versorgt wird.)
- Fehlerspeicher im MPM (Mikro-Powermodul)
Das MPM hat ein bistabiles Relais, das die Klemme 30MPM
steuert. Erkennt das MPM einen Fehler, schaltet es die Klemme 30MPM
aus. Im MPM wird der Grund für die Abschaltung der Klemme 30MPM
abgespeichert. Es gibt folgende Fehlerfälle:
- Die Batterie hat bei Klemme R
aus die Startfähigkeitsgrenze erreicht.
- Das Fahrzeug ist 30 Minuten nach Klemme R
aus noch nicht im Ruhezustand.
- Das Fahrzeug wurde bei Klemme R aus
mehr als 30-mal unerwartet geweckt.
- Diagnoseabfragen der DME/DDE
Die DME/DDE speichert verschiedene Daten, die für
die Energiediagnose herangezogen werden:
- Mithilfe des IBS wird
die Zeit aufsummiert, in der der Ruhestrom in einem bestimmten Bereich
liegt. Es gibt 4 definierte Ruhestrombereiche, wobei nur der Bereich
zwischen 0-80 mA normal ist.
- Der letzte registrierte
Batteriewechsel
- Der jeweilige Ladezustand
der Batterie der letzten 5 Tage
- Die Kilometerstände
der letzten 5 Tage
- Fehlerspeichereinträge des LM (Lichtmodul)
Das LM ist für die Steuerung vom Licht zuständig.
Bei Klemme R aus schaltet das LM das Licht aus, wenn die
Spannung unterhalb von ca. 11 Volt sinkt. Bei der Abschaltung
wird ein Fehlereintrag gespeichert.
Bei Unterspannung speichert das LM einen Fehlereintrag.
Aus den Umweltbedingungen kann ermittelt werden, ob Klemme R,
Klemme 15 oder ein gesetzlicher Verbraucher (z. B.
Licht oder Warnblinker) eingeschaltet war.