Auf der Fahrer- und Beifahrerseite kann getrennt zwischen 3 verschiedenen automatischen Gebläseeinstellungen (LOW, MED und HIGH) und einer MAX-Stellung gewählt werden.
Für die Belüftung des Fondraumes sind unter den Vordersitzen zwei Zusatzgebläse installiert. Die Vorgabe der Gebläseleistung erfolgt mittels zweier Gebläsedrehsteller. Deren Stellung wird vom Steuergerät ausgewertet. Die Funktionslogik beeinflusst - falls nötig - die Sollwertvorgabe. Der Ausgangstreiber gibt eine dementsprechende Steuerspannung aus.
Ohne Staudruckkompensation steigt die Luftmenge am Lufteinlasskanal mit zunehmender Fahrgeschwindigkeit überproportional an. Dieser Effekt kann kompensiert werden, wenn die Frischluftklappe, gesteuert durch das Geschwindigkeitssignal (K-CAN-Botschaft), den Lufteinlasskanal verkleinert. Um ein dauerndes Verstellen der Klappe wegen geringfügiger Fahrgeschwindigkeitsänderungen zu vermeiden, erfolgt die Berechnung der Sollposition aus dem Tachosignal verzögert.
Die Staudruck-Kennlinie wird durch Einbeziehung der Gebläseleistung zu einem Kennfeld erweitert.
Die Gebläseleistung wird unter gewissen Umständen angehoben oder abgesenkt:
Um bei extremen Innentemperaturen den Innenraum schnell abkühlen bzw. aufheizen zu können, wird die Gebläseleistung in Abhängigkeit der Stellgröße für den Fahrerbereich automatisch angehoben.
Der maximale Gebläsewert wird in Abhängigkeit der Kühlmitteltemperatur begrenzt.
Sinkt die Bordnetzspannung unter einen bestimmten Grenzwert, veranlasst das Powermodul über den Datenbus Karosserie-CAN SYSTEM eine Reduzierung der Gebläseleistung.
Zur Entlastung der Fahrzeugbatterie wird das Gebläse während des Startvorgangsausgeschaltet. Durch einen Fehler bei der Bus-Übertragung der Botschaft ”Klemme 50” könnte das Gebläse jedoch stillgelegt werden. Deshalb wird die Zeitdauer des Aktiv-Zustandes ausgewertet. Der Status ”Kl. 50 physikalisch an” wird invertiert, wenn:
Der alte Zustand wird dann als ungültig angesehen. Es erfolgt kein Fehlereintrag im Fehlerspeicher, die Funktion ist dann aber ”logisch aus”. Die Gebläseabschaltung bleibt inaktiv bis Kl. 15 abfällt. Bei Kl.15 Neustart wird die Gebläseabschaltung wieder aktiv.
Die Sollwertvorgabe der Fondgebläse wird in Abhängigkeit von den aktuellen Umgebungsbedingungen von der Funktionslogik beeinflusst:
Fondgebläse AUS durch:
Begrenzung auf 25 % Sollansteuerung durch:
Wenn keine der obigen Bedingungen zutrifft, so wird der vom Eingangstreiber ermittelte Sollvorgabewert ohne Änderung an den Ausgangstreiber weitergegeben.