Der E70 ist serienmäßig mit einem Antennen-Diversity für FM ausgestattet. Am Antennen-Diversity sind die analogen Radioantennen angeschlossen.
Folgende Radioantennen sind eingebaut:
Um die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV)
zu erhöhen, sind verschiedene Maßnahmen über
zusätzliche Masseverbindungen umgesetzt.

Index |
Erklärung |
Index |
Erklärung |
|---|---|---|---|
1 |
FM3-Antenne |
2 |
AM-Antenne |
3 |
Antennen-Diversity |
4 |
FM1-Antenne |
5 |
FM2-Antenne |
|
|
Folgende Bauteile für die Antennen werden beschrieben:
Die AM-Antenne empfängt Radiosender im Bereich KW, LW, MW, (AM steht für ”Amplitudenmodulation”; KW steht für ”Kurzwelle”; LW steht für ”Langwelle; MW steht für ”Mittelwelle”).
Es sind 3 FM-Antennen eingebaut.
Die FM-Antenne empfängt Radiosender und Verkehrsinformationen im Bereich UKW (FM steht für ”Frequenzmodulation”; UKW steht für ”Ultrakurzwelle”).
Die Antennenverstärker befinden sich im Antennen-Diversity.
Die Verstärker sind für AM und FM getrennt ausgeführt.
Das Antennen-Diversity ist auf der Innenseite der Heckklappe
oberhalb der Heckscheibe eingebaut.

Index |
Erklärung |
Index |
Erklärung |
|---|---|---|---|
1 |
VICS-Antenne (Japan-Ausführung) |
2 |
Versorgung und FBD-Empfänger |
3 |
Befestigungsschraube mit Masseanschluss |
4 |
Heckscheibenantennen (FM2, FM3, TV3) |
5 |
Antennen im Heckspoiler (AM, FM1) |
|
|
Die Antennenverstärker werden bei eingeschaltetem
Radio über die Klemme RAD_ON mit einer Gleichspannung versorgt.
Der Radiotuner ist über eine Koaxialleitung mit dem Antennen-Diversity
verbunden.
Durch die Funktion ”Antennen-Diversity” wird
eine der FM-Antennen zum Empfang ausgewählt. Wenn
sich das Antennensignal dieser Antenne verschlechtert, wird automatisch
auf die nächste Antenne umgeschaltet.
Die Reihenfolge des Antennen-Diversity für FM ist festgelegt mit:
FM1 -> FM2 -> FM1 -> FM3
Danach wird wieder auf die Antenne FM1 weitergeschaltet. Diese Antenne ist durch die Position im Heckspoiler die FM-Antenne mit den besten Empfangseigenschaften. Durch die festgelegte Reihenfolge der Weiterschaltung wird gewährleistet, dass die FM-Antenne mit den besten Empfangseigenschaften am häufigsten aktiv ist.
Das Antennen-Diversity schaltet bei folgenden Kriterien auf die nächste FM-Antenne weiter:
Beim Umschalten ist durch die automatische Störunterdrückung des Radios keine Unterbrechung hörbar. Das Antennen-Diversity bewertet die Signalqualität und schaltet auf die Antenne mit dem besseren Empfang um. Umgeschaltet wird zwischen AM-Antennensignal, Antennen-Diversity sowie Diagnosemodus mithilfe einer Gleichspannung (Us). Die Gleichspannung (Us) wird vom Radio erzeugt und im Antennen-Diversity ausgewertet.
Zusammen sind also mehrere Signale gleichzeitig auf der Koaxialleitung aufgelegt. Eine gegenseitige Beeinflussung ist auf Grund der unterschiedlichen Frequenzen nicht gegeben.
Folgende Signale können unter anderem gleichzeitig aufgelegt sein:
Folgende Systemfunktionen sind für die Antennen beschrieben:
Für bestimmte bekannte Fehlerbilder sind bereits in der Produktion konstruktive Maßnahmen ergriffen.
Diese konstruktiven Maßnahmen bei EMV-Störungen überprüfen:

Index |
Erklärung |
Index |
Erklärung |
|---|---|---|---|
1 |
Masseband an der Abgasanlage: |
2 |
Masseband an der Heckklappe: |
3 |
Entstörfilter für
die Zusatzbremsleuchte: |
4 |
Mantelwellensperre: |
Die Antennendiagnose läuft folgendermaßen ab:
Im Testmodul des BMW Diagnosesystems wird die Eigendiagnose des Antennen-Diversity angestoßen. Die Eigendiagnose umfasst eine Überprüfung der Antenneneingänge anhand einer Strommessung (Gleichstrom). Wenn ein Fehler gefunden wird, bricht die Antennendiagnose nach der Eigendiagnose ab.
Wenn die Eigendiagnose positiv ausfällt, werden die FM-Antennen gezielt angeschaltet und hinsichtlich der Feldstärke bewertet (Prüfung der Antennen).
Diagramm Antennendiagnose:

Index |
Erklärung |
Index |
Erklärung |
|---|---|---|---|
1 |
normaler Empfangsbetrieb (t1 bis t2: Diversity 2,5 Volt) |
2 |
Eigendiagnose |
3 |
Prüfung der Antennen (t6 bis t8: Schaltimpuls 8,5 Volt) |
4 |
Eigendiagnose fällt positiv aus (t2 bis t5: 5 Volt) |
5 |
Eigendiagnose fällt negativ aus: Fehler erkannt (t3 bis t4: 0 Volt) |
6 |
Aktionen, ausgelöst durch die Antennendiagnose (t9: AM 0 Volt |
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