Der R56 erhält wie schon sein Vorgängermodell eine 2-geteilte Instrumentenkombination. Die eigentliche Instrumentenkombination ist mittig in der Instrumententafel. Das Zusatzinstrument ist auf der Lenksäule.
Hinweis! Das Zusatzinstrument ist am K-CAN angeschlossen.
Beim neuen MINI ist das Zusatzinstrument (KOMBI2) am K-CAN angeschlossen. Die Instrumentenkombination (KOMBI) ist über K-Bus am Zusatzinstrument angeschlossen.
Die Instrumentenkombination ist im R56 nochmals deutlich
aufgewertet.
Folgende Umfänge sind für
die Instrumentenkombination neu:
Folgende Bauteile für die Instrumentenkombination werden beschrieben:

Index |
Erklärung |
Index |
Erklärung |
|---|---|---|---|
1 |
Geschwindigkeitsanzeige mit Kontrollleuchten |
2 |
Kraftstoff-Füllstandsanzeige |
3 |
1-zeiliges LC-Display für Radio |
4 |
Aussparung für das Bedienteil des Radios |
Der Füllstand des Kraftstoffbehälters wird ohne separate Kontrollleuchte angezeigt. Sobald die Reserveschwelle erreicht ist, leuchtet im Zusatzinstrument auf der Lenksäule eine Check-Control-Meldung auf (erlischt nach ca. 20 Sekunden). Zusätzlich werden die zwei letzten LEDs in der Kraftstoff-Füllstandsanzeige anstatt orange dann rot dargestellt. Sobald der Kraftstoffbehälter nur noch für 50 km Fahrstrecke gefüllt ist, leuchtet die Zapfsäule permanent auf.
Diese Anzeigelogik gilt für alle Ausstattungsvarianten
der Instrumentenkombination.
In dieser Ausstattungsvariante ist das LC-Display
für das Radio 2-zeilig.

Index |
Erklärung |
Index |
Erklärung |
|---|---|---|---|
1 |
Geschwindigkeitsanzeige mit Kontrollleuchten |
2 |
Kraftstoff-Füllstandsanzeige |
3 |
2-zeiliges LC-Display für Radio |
4 |
Aussparung für das Bedienteil des Radios |

Index |
Erklärung |
Index |
Erklärung |
|---|---|---|---|
1 |
Geschwindigkeitsanzeige über Scheibenzeiger |
2 |
Kontrollleuchten |
3 |
Kraftstoff-Füllstandsanzeige |
4 |
Aussparung für das Central Information Display (CID) |
Die Instrumentenkombination (KOMBI) und das Central Information Display (CID) sind beides Steuergeräte. Diese Steuergeräte sind ineinander gesteckt und zusammen in der Instrumententafel eingebaut.
Hinweis! Abweichende Terminologie in den Trainingsunterlagen.
Die Trainingsakademie benennt die Instrumentenkombination als Central Information Panel (CIP).
Alle Ausstattungsvarianten der Instrumentenkombination
sind über einen K-Bus mit dem Zusatzinstrument
verbunden.
Das Zusatzinstrument ist das Gateway zum K-CAN.

Index |
Erklärung |
Index |
Erklärung |
|---|---|---|---|
1 |
Zusatzinstrument |
2 |
DWA-Leuchtdioden |
3 |
Drehzahlmesser und Kontrollleuchten |
4 |
Rückstelltaste für Tageswegstreckenzähler und Gesamtwegstreckenzähler |
5 |
2 LC-Displays |
6 |
Dimmerschalter |
Hinweis! Abweichende Terminologie in den
Trainingsunterlagen.
Die Trainingsakademie benennt das Zusatzinstrument als Steering Column Cluster (SCC).
In den beiden LC-Displays im Zusatzinstrument sind folgende Anzeigen möglich:
oberes Display |
unteres Display |
Uhrzeit und Außentemperatur |
Tageswegstreckenzähler und Gesamtwegstreckenzähler |
Check-Control-Symbole |
Informationen des Condition Based Service (CBS) |
Fahrgeschwindigkeit digital ”Lupentacho” |
optische Gurtwarnung für die Rücksitze |
|
Warndreieck für Check-Control-Meldungen und Manipulationspunkt |
|
Ganganzeige (nur bei SA 205 Automatikgetriebe) |
|
Bordcomputerfunktionen (nur bei SA 550 Bordcomputer) mit Menü ”SET/INFO” für Personal Profile |
Die Motordrehzahl für den Drehzahlmesser wird über den K-CAN zur Verfügung gestellt.
Der Stromverteiler an der Junction-Box-Elektronik versorgt das Zusatzinstrument mit Klemme 30g-f. Das Zusatzinstrument versorgt dann die Instrumentenkombination mit Spannung.
Zudem liefert die Junction-Box-Elektronik der Instrumentenkombination die erforderlichen Signale auf dem K-CAN.
Der Außentemperatursensor ist direkt am Zusatzinstrument
angeschlossen. Der Außentemperatursensor wird vom Zusatzinstrument
mit Spannung versorgt.
Die Außentemperatur wird
im oberen LC-Display angezeigt. Das Zusatzinstrument stellt die
Außentemperatur auf dem K-CAN für andere
Systeme zur Verfügung.

Index |
Erklärung |
Index |
Erklärung |
|---|---|---|---|
1 |
Außentemperatursensor |
2 |
Junction-Box-Elektronik (JBE) |
3 |
Instrumentenkombination (KOMBI) |
4 |
Zusatzinstrument (KOMBI2) |
Das Signal vom Außentemperatursensor wird im Zusatzinstrument digitalisiert. Ein Berechnungsmodell dämpft die Wirkung der Abwärme aus dem Motorraum auf das Signal. Bei höherer Fahrgeschwindigkeit oder niedriger Motortemperatur wird eine geringere Dämpfung eingestellt. Der reale Außentemperaturwert ist zuverlässig erst ab einer Fahrgeschwindigkeit von ca. 80 km/h zu erwarten.
Der Akustikgeber in der Instrumentenkombination (KOMBI) gibt für folgende Funktionen akustische Signale aus:
Bei Fahrzeugen mit Car Communication Computer (CCC):
Die
akustischen Signale zu Check-Control-Meldungen
werden über die Lautsprecher des Fahrzeugs ausgegeben.
Das Zusatzinstrument (KOMBI2) erhält die Signale von der Instrumentenkombination
(KOMBI) über den K-Bus. Das Zusatzinstrument übernimmt über
den K-CAN die Steuerung dieser Warnungen.

Index |
Erklärung |
Index |
Erklärung |
|---|---|---|---|
1 |
Steckverbindung am Central Information Display |
2 |
Steckverbindung an der Instrumentenkombination |
3 |
Schallöffnungen für Akustikgeber |
|
|
Beim R56 sind die gesetzlich vorgeschriebenen Kontrollleuchten auf die Instrumentenkombination und das Zusatzinstrument verteilt. Die Anzeige ist ausstattungsabhängig.
Die Signale von den einzelnen Systemen sind Botschaften auf dem Bus. Die Junction-Box-Elektronik (JBE) leitet diese Botschaften auf dem K-CAN an das Zusatzinstrument weiter.

Index |
Erklärung |
Index |
Erklärung |
|---|---|---|---|
1 |
Fahrtrichtungsanzeiger links |
2 |
Bremswarnleuchte |
3 |
Dynamische Stabilitäts-Control oder automatische Stabilitäts-Control plus Traktion |
4 |
Fernlicht |
5 |
Antiblockiersystem |
6 |
Fahrtrichtungsanzeiger rechts |

Index |
Erklärung |
Index |
Erklärung |
|---|---|---|---|
1 |
Gurtwarnung |
2 |
Reifen Pannen Anzeige |
3 |
Fahrgeschwindigkeitsregelung |
4 |
Emissionswarnleuchte (Motor) |
5 |
Airbag |
6 |
Nebelscheinwerfer |
7 |
Nebelschlusslicht |
|
|
Die Bordcomputer-Taste ist am Schaltzentrum
Lenksäule (SZL) angeschlossen. Mit der Bordcomputer-Taste
sind alle Funktionen des Bordcomputers und von Personal Profile bedienbar.
Auch
die Initialisierung der Reifen Pannen Anzeige (RPA) wird mit der
Bordcomputer-Taste durchgeführt. Dazu ”SET/INFO” aufrufen.

Index |
Erklärung |
Index |
Erklärung |
|---|---|---|---|
1 |
Bordcomputer-Taste |
2 |
Schaltzentrum Lenksäule |
3 |
Junction-Box-Elektronik (JBE) |
4 |
Zusatzinstrument (KOMBI2) |
5 |
Instrumentenkombination (KOMBI) |
|
|
Folgende Systemfunktionen sind für die Instrumentenkombination beschrieben:
Die Betriebsbereitschaft ist von der Klemme abhängig.
Der Betriebsspannungsbereich reicht von 9 bis 16 Volt.
Bei einer Spannung unter 7,5 Volt wird Unterspannung erkannt.
Bei einer Spannung über 16 Volt werden keine analogen
Eingänge ausgewertet.
Das Berechnungsmodell im Zusatzinstrument dämpft
die Wirkung der Abwärme aus dem Motorraum auf das Außentemperatursignal.
Dabei verzögert sich der Temperaturanstieg.
Die
Eingangsgrößen für das Berechnungsmodell
sind:
Eine fallende Außentemperatur wird ungedämpft übernommen. Der Motor und die Karosserie können nicht kälter sein als die Umgebungstemperatur.
Hinweis! Falsche Anzeige der Außentemperatur unter bestimmten Umständen physikalisch unvermeidbar.
Bei bestimmten Fahrprofilen weicht die Anzeige durch die Dämpfung vom realen Wert ab. Bei Kundenreklamationen muss dieses Verhalten als Stand der Technik erklärt werden.
Beispiel für Dämpfung der Außentemperatur:
Autobahnfahrt, anschließend Stadtverkehr, dann
Stau

Index |
Erklärung |
Index |
Erklärung |
|---|---|---|---|
1 |
Autobahnfahrt, 20 Minuten, Fahrgeschwindigkeit größer 80 km/h |
2 |
Stadtverkehr, 20 Minuten, Fahrgeschwindigkeit größer 40 km/h |
3 |
Stau, 20 Minuten, Fahrgeschwindigkeit |
4 |
gemessener Wert des Außentemperatursensors |
5 |
Außentemperaturanzeige in der Instrumentenkombination |
6 |
reale Außentemperatur |
Die Instrumentenkombination wird bei Licht EIN beleuchtet. Für die Berechnung der Helligkeit ist im Zusatzinstrument ein Fototransistor eingebaut (Display, Kontroll- und Warnleuchten, Skalen, Zeiger).
Der in der Instrumentenkombination berechnete Helligkeitswert
wird auf den K-CAN ausgegeben (z. B. für
Central Information Display). Das Dimmen kann über die
linke Taste im Zusatzinstrument individuell eingestellt werden.
Bei eingeschalteter Fahrzeugbeleuchtung werden diese individuelle
Vorgabe und der Fototransistor zur Steuerung des Dimmens herangezogen.
Bei ausgeschalteter Fahrzeugbeleuchtung wird das Dimmen nur durch
den Fototransistor gesteuert (Display-Helligkeit vom Umgebungslicht
vorgegeben).
Die Setzgeschwindigkeit der Geschwindigkeitsregelung
wird vom Schaltzentrum Lenksäule (SZL) auf dem K-CAN übertragen.
Die Setzgeschwindigkeit wird mit einer Auflösung von 1 km/h übermittelt
und angezeigt.
Testfunktionen der Instrumentenkombination
Die Testfunktionen werden im LC-Display der Instrumentenkombination angezeigt. Die Testfunktionen dienen im Service zur Überprüfung der Kodierungen. Zudem sind die Testfunktionen ein Hilfsmittel bei der Fehlersuche ohne BMW Diagnosesystem.
Starten der Testfunktionen
Zudem können die Testfunktionen auch so gestartet
werden: Drücken der Rückstelltaste und gleichzeitiges
Einschalten der Klemme R.
Verriegeln und Entriegeln der Testfunktionen (Testfunktion 19)
Nur die ersten beiden Testfunktionen sind frei zugänglich. Ab der 3. Testfunktion sind alle weiteren Testfunktionen verriegelt. Entriegeln ist nur über die Testfunktion 19 möglich. Die Testfunktionen werden durch die Eingabe der Quersumme über die Fahrgestellnummer entriegelt.
Beenden der Testfunktion
Für die Diagnose der Instrumentenkombination folgende Informationen beachten:
Hinweis! Verdeckte Funktion für Check-Control-Meldungen im Zusatzinstrument.
Wenn eine Check-Control-Meldung vorliegt, kann mit den Tasten am Fahrtrichtungs-Fernlichtschalter eine Identifikationsnummer eingeblendet werden.
Vorgehensweise:
Diese Diagnosefunktion bietet bei Fahrzeugen ohne Central Information Display (CID) folgenden Vorteil:
Über die Identifikationsnummer aus nachstehender Tabelle kann die Check-Control-Meldung genau identifiziert werden. Die Diagnosefunktion kann z. B. in folgenden Situationen hilfreich sein:
Die Instrumentenkombination gibt es in verschiedenen Länderausführungen.
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