Fensterheber

Fensterheber

Alle Fensterheber werden im R56von der Schalterleiste in der Mittelkonsole bedient. Das Car Access System (CAS) übernimmt die zentrale Steuerfunktion.

Bauteil-Kurzbeschreibung

Für die Fensterheber sind folgende Bauteile beschrieben:

Fensterheberschalter

Die Fensterheberschalter befinden sich in der Schalterleiste der Mittelkonsole. Die Fensterheberschalter besitzen in beiden Betätigungsrichtungen zwei Schalterstufen.

Integrierte Heiz-Klima-Automatik (IHKA)

Das IHKA wertet die Tastensignale von der Schalterleiste aus. Das IHKA sendet über den K-CAN eine Information an das Fußraummodul (FRM). Das IHKA ist über den K-CAN mit der Junction-Box-Elektronik (JBE) und dem Car Access System (CAS) verbunden.

Fensterhebermotor

In jeder Tür befindet sich ein Gleichstrommotor für den Antrieb der Fensterheber. Am Fensterhebermotor befindet sich ein Messwiderstand. Die Fensterheber sind als Seilheberantrieb ausgeführt. Über einen Messwiderstand wird der Spannungsabfall und damit die Stromaufnahme gemessen. Das Fußraummodul (FRM) überwacht den Motorlauf. Der Festerhebermotor läuft, abhängig von der Fensterposition und Bedienung, mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten.

Car Access System (CAS)

Das CAS übernimmt die zentrale Steuerfunktion. Das CAS ist über den K-CAN mit dem Fußraummodul (FRM) und der Junction-Box-Elektronik (JBE) verbunden. Das CAS ist für die Komfortfunktionen der Fensterheber zuständig. Alle Signale zur Steuerung der Fensterheber werden vom CAS auf dem K-CAN gesendet.

Fußraummodul (FRM)

Das FRM verarbeitet die Anforderungen vom IHKA und dem CAS. Das FRM steuert die Fensterheber elektrisch an. Das FRM ist über den K-CAN mit der JBE verbunden.

Junction-Box-Elektronik (JBE)

Die JBE erhält alle Signale über K-CAN. Die JBE stellt die Versorgungsspannung für die Fensterheber zur Verfügung.

 

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Blockschaltbild R56

Index

Erklärung

Index

Erklärung

1

Car Access System (CAS)

2

Fußraummodul (FRM)

3

Fensterheberschalter Fahrerseite

4

Integrierte Heiz-Klima-Automatik (IHKA)

5

Fensterheberschalter Beifahrerseite

6

Junction-Box-Elektronik (JBE)

7

Sicherungen in der Junction-Box-Elektronik (JBE)

8

Fensterheber Beifahrerseite

9

Türschloss Fahrerseite

10

Fensterheber Fahrertür

 

Systemfunktionen

Folgende Funktionen sind für die Fensterheber beschrieben:

Öffnen bzw. Schließen

Die Fensterheber sind ab Klemme R EIN bedienbar. Bei Klemme R AUS können die Fensterheber noch ca. 1 Minute bedient werden. Wenn eine Tür geöffnet, wird die Bedienung der Fensterheber unterbrochen. Um ein sicheres Schließen der Fensterscheiben zu gewährleisten, werden die Fensterhebermotoren im oberen Anschlag kurz in den blockierenden Zustand (mechanischer Endanschlag) gefahren. Das Öffnen bzw. Schließen der Fensterscheiben ist über folgende Bedienstellen möglich:

Komfortöffnen bzw. Komfortschließen

Diese Komfortfunktion wird vom Car Access System (CAS) gesteuert. Das CAS sendet das Signal zum Komfortöffnen bzw. Komfortschließen über den K-CAN an das Fußraummodul (FRM). Dieses Signal kann über die Fernbedienung oder über das Türschloss der Fahrertür ausgelöst werden. Das Komfortschließen wird aktiviert, wenn:

Komfortöffnen wird analog dem Komfortschließen über die gleiche Bedienstellen aktiviert. Komfortöffnen wird in folgender Reihenfolge ausgeführt:

Bei einer Unterbrechung der Aktivierung wird die Komfortfunktion angehalten.

Tippöffnen

Bei kurzer Betätigung des Fensterheberschalters wird das Fenster komplett geöffnet. Die Betätigungsdauer muss weniger als 400 ms betragen. Die Ansteuerung der Fensterheber kann unterbrochen werden, indem der Fensterheberschalter erneut betätigt wird.

Wiederholsperre

Um ein Überhitzen der Fensterhebermotoren zu verhindern, ist für jeden Motor eine Wiederholsperre vorhanden. Die Laufzeit des Fensterhebermotors ist begrenzt. Das Fußraummodul (FRM) überwacht die Fensterhebermotoren. Das FRM kann jeden Motor Einzel abschalten. Die letztmögliche Bewegung ist immer ein Schließvorgang.

Einklemmschutz

Der Einklemmschutz ist über den gesamten Scheibenweg in Schließrichtung aktiv. Der indirekte Einklemmschutz verhindert das Einklemmen nicht grundsätzlich, sondern begrenzt die maximal zulässige Einklemmkraft. Bei einem blockierenden Fensterhebermotor steigt der Strom über einen definierten Wert. Das Fußraummodul (FRM) beendet daraufhin die Ansteuerung des Fensterhebers. Die mechanischen Kräfte für den Schließvorgang ändern sich mit der Umgebungstemperatur und der Alterung. Deshalb wird die Schließkraft bei jedem Schließvorgang neu gelernt und damit der Einklemmschutz angepasst.

Lastabschaltung

Zur Schonung der Batterie sind die Fensterheber beim Motorstart außer Funktion. Jede laufende Funktion der Fensterheber wird angehalten. Bei einer Batteriespannung unter 9 Volt werden die Fensterhebermotoren abgeschaltet.

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