Die Diebstahlwarnanlage (DWA) erkennt und meldet Einbruchsversuche oder Manipulationen am Fahrzeug.
Die DWA überwacht die Kontakte an den Türen, der Heckklappe und der Motorhaube sowie den Status des Neigungsalarmgebers und der Innenraumüberwachung.
Die Diebstahlwarnanlage besteht aus dem Ultraschall-Innenraumschutz (USIS) mit 2 Ultraschall-Innenraumsensoren und der Sirene mit Neigungsalarmgeber.
Bei einem Versuch, das Fahrzeug aufzubrechen und in den
Innenraum einzudringen, wird ein DWA-Alarm ausgelöst.
Der
Neigungsalarmgeber (in der Sirene integriert) überwacht
die Fahrzeugneigung. Der Neigungsalarmgeber erkennt das Anheben
bzw. das Abschleppen des Fahrzeugs.
Der DWA-Alarm erfolgt akustisch und optisch:
Der Alarm kann länderabhängig kodiert
sein. Z. B die optische Alarmausgabe (mit Warnblinken;
mit Abblendlicht; mit Fernlicht) und die Alarmdauer (Intervall:
1-mal, 3-mal oder 8-mal).
Folgende Bauteile für die Diebstahlwarnanlage (DWA) werden beschrieben:
Die Software für die DWA ist in die Junction-Box-Elektronik
(JBE) integriert. Die JBE steuert die DWA.
Alle relevanten
Bauteile der DWA sind direkt oder indirekt (über den K-CAN)
mit der JBE verbunden.
Die JBE ist auch das ausführende Steuergerät
für die Zentralverriegelungsantriebe. Die JBE übernimmt
die Ansteuerung aller Zentralverriegelungsantriebe.
Wenn
vom CAS-Steuergerät z. B. das Entriegeln
des Fahrzeugs freigegeben wird, werden die Türen entriegelt.
Die JBE ist Bestandteil der Junction Box. Die Junction Box ist ein Zusammenbau aus JBE und Stromverteiler. Der Stromverteiler versorgt die Sirene mit Neigungsalarmgeber mit Klemme 30.
JBE und Stromverteiler sind einzeln nicht
tauschbar.
.

Index |
Erklärung |
Index |
Erklärung |
|---|---|---|---|
1 |
Komfortzugang (CA Comfort Access) |
2 |
Türaußengriff
Fahrerseite mit Türkontakt Fahrerseite |
3 |
Frontklappenkontaktschalter |
4 |
Antennen-Diversity |
5 |
Junction-Box-Elektronik (JBE) in der Junction Box |
6 |
Spannungsverteiler in der Junction Box |
7 |
Sirene mit Neigungsalarmgeber |
8 |
Zentralverriegelungsantrieb Heckklappe |
9 |
Ultraschall-Innenraumschutz (USIS) mit 2 Ultraschall-Innenraumsensoren |
10 |
Türkontakt Beifahrerseite sowie bei Ausstattung mit Komfortzugang Taster Türaußengriff Beifahrerseite |
11 |
Fußraummodul (FRM) |
12 |
Car Access System (CAS) |
13 |
DWA-Leuchtdioden (3 Leuchtdioden) |
|
|
K-Bus |
Karosserie-Bus |
K-CAN |
Karosserie-CAN |
Kl. 30 |
Klemme 30 |
|
|
Der Ultraschall-Innenraumschutz (USIS) mit den 2 Ultraschall-Innenraumsensoren ist in der Dachbedieneinheit eingebaut. Die 2 Ultraschall-Innenraumsensoren überwachen den Fahrzeuginnenraum. Die Ultraschall-Innenraumsensoren sind Bewegungsmelder. Eine Bewegung wird festgestellt, wenn sich die Reflexion (Echo) der Schallwellen verändert.

Index |
Erklärung |
Index |
Erklärung |
|---|---|---|---|
1 |
Abdeckung der Dachbedieneinheit |
2 |
Ultraschall-Innenraumschutz (USIS) mit 2 Ultraschall-Innenraumsensoren |
Die Sirene mit Neigungsalarmgeber gibt den akustischen DWA-Alarm aus. Zusätzlich zum DWA-Alarm kann über die Sirene eine akustische Rückmeldung bei Schärfen oder Entschärfen ausgegeben werden (Quittierungssignal kann länderabhängig kodiert sein; optische Rückmeldung einstellbar mittels Central Information Display (CID) und MINI Joystick).
Der Neigungsalarmgeber überwacht die horizontale Lage des Fahrzeugs (Neigungsüberwachung des Fahrzeugs in Längsrichtung und Querrichtung). Dadurch wird ein Anheben des Fahrzeugs für einen Diebstahl der Räder oder das Abschleppen des Fahrzeugs erkannt.
Die Abstellposition wird durch den aktuellen Längswinkel und Querwinkel gespeichert. Der Neigungsalarmgeber ermittelt alle 100 Millisekunden einen neuen Längswinkel und Querwinkel. Bei Überschreitung der Alarmschwelle löst die Junction-Box-Elektronik (JBE) Alarm aus. Nach einem ersten Alarm wird die Alarmschwelle herabgesetzt, was eine schnellere zweite Alarmauslösung zur Folge hat.
Die Sirene mit Neigungsalarmgeber besitzt eine eigene
Spannungsversorgung (interne Batterien) und überwacht zusätzlich
die Spannungsversorgung durch die Fahrzeugbatterie. Dadurch kann
auch dann ein akustischer Alarm ausgegeben werden, wenn an der Versorgungsleitung
zur Sirene mit Neigungsalarmgeber manipuliert wird.
Die
internen Batterien sind nicht wieder aufladbar (Lebensdauer mindestens
10 Jahre bzw. 300 autarke Alarmauslösungen).

Index |
Erklärung |
Index |
Erklärung |
|---|---|---|---|
1 |
Sirene mit Neigungsalarmgeber |
|
|
Der Frontklappenkontaktschalter ist am CAS (Car Access
System) angeschlossen. Dadurch wird die Frontklappe überwacht
(offen bzw. geschlossen). Das CAS leitet die Botschaft auf dem K-CAN
an die Junction-Box-Elektronik (JBE).
Die Türkontakte Fahrerseite und Beifahrerseite
sind am Fußraummodul (FRM) angeschlossen. Dadurch werden
die Türen überwacht (offen bzw. geschlossen).
Das FRM leitet die Botschaft auf dem K-CAN an die Junction-Box-Elektronik
(JBE).
Der Heckklappenschlossschalter ist im Zentralverriegelungsantrieb
der Heckklappe integriert. Dadurch wird die Heckklappe überwacht
(offen bzw. geschlossen). Der Zentralverriegelungsantrieb der Heckklappe
ist an der Junction-Box-Elektronik (JBE) angeschlossen.
Das Fußraummodul steuert die Lichtanlage für
den optischen DWA-Alarm an. Die Junction-Box-Elektronik
(JBE) leitet die Anforderung auf dem K-CAN an das FRM weiter.
Das CAS überwacht die Zentralverriegelung und
ist das Master-Steuergerät für alle Funktionen
von Comfort Access.
Das CAS leitet die Signale auf dem
K-CAN an die Junction-Box-Elektronik
(JBE) weiter.
Das CAS liefert zudem folgende Signale:
Die 3 DWA-Leuchtdioden zeigen die Zustände
der Diebstahlwarnanlage (DWA) am Zusatzinstrument optisch an. Zudem
sollen die 3 Leuchtdioden beim Schärfen der DWA eine
bestimmte Zeit lang den ”Atem” bzw. den ”Herzschlag” des
MINI simulieren, bevor auf das übliche ”Blinken” und ”Blitzen” umgeschaltet
wird.
Alle 3 Leuchtdioden leuchten nur während
der Simulation des ”Herzschlags”.
Zur
Anzeige des aktuellen Zustands wird nur eine Leuchtdiode
von der JBE angesteuert.
Die DWA-Leuchtdioden
werden von der JBE über 2 Leitungen direkt angesteuert.
Folgende Anzeigen sind möglich:

Index |
Erklärung |
Index |
Erklärung |
|---|---|---|---|
1 |
Zusatzinstrument |
2 |
Anzeigebereich der DWA-Leuchtdioden |
3 |
Lenkrad |
|
|
Folgende Systemfunktionen sind für die Diebstahlwarnanlage beschrieben:
Die Diebstahlwarnanlage (DWA) wird mit dem Verriegeln/Sichern
der Zentralverriegelung geschärft.
Verriegeln/Sichern
setzt voraus:
Wenn alle für das Schärfen der DWA
erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind, jedoch eine
Klappe (Front- oder Heckklappe) oder eine Tür
geöffnet ist, wird die DWA zwar geschärft, die
betreffende Klappe (Front- oder Heckklappe) oder Tür
allerdings nicht als Auslösequelle erkannt. Eine offen
stehende Klappe (Front- oder Heckklappe) oder Tür
wird erst nach dem Schließen von der DWA als gültige
Auslösequelle erkannt.
Wenn beim Schärfen
der DWA lediglich die Frontklappe geöffnet ist, wird die Innenraumüberwachung
wie gewohnt aktiviert.
Wie die Innenraumüberwachung beginnt auch die Neigungsüberwachung erst nach dem Schließen der Türen und Klappen (Front- und Heckklappe). Nach der Aktivierung führt der Neigungsalarmgeber zunächst einen 30 Sekunden dauernden Referenzlauf aus. Erst nach dem Referenzlauf wird mit der Neigungsüberwachung begonnen.
Wenn während des Referenzlaufs die Heckklappe
geöffnet wird, so wird der Referenzlauf unterbrochen. Nach
dem Schließen der Heckklappe wird der Referenzlauf neu
gestartet.
Wenn ein fehlerhafter Türkontakt oder
Klappenkontakt erkannt wird, wird dieser als geschlossen angenommen.
Die Diebstahlwarnanlage wird mit dem Entriegeln der Zentralverriegelung entschärft. Als optische Rückmeldung wird die DWA-Leuchtdiode abgeschaltet und die Warnblinkanlage blinkt 2-mal. Abhängig von der Länderausführung kann zusätzlich ein kurzer Signalton von der Sirene ertönen.
Die Heckklappe kann auch bei geschärfter Diebstahlwarnanlage über
die Fernbedienung entriegelt und geöffnet werden, ohne
dass ein Alarm ausgelöst wird. Wenn die Heckklappe geöffnet
wird, wird die Innenraum- und Neigungsüberwachung deaktiviert.
Die
Innenraum- und Neigungsüberwachung wird wieder
aktiviert, sobald die Heckklappe wieder geschlossen ist. Nach dem
Schließen der Heckklappe wird der Referenzlauf gestartet.
Ein DWA-Alarm wird ausgelöst, wenn
bei geschärfter Diebstahlwarnanlage ein Alarmzustand erkannt
wird.
Folgende Auslöser führen zu einem
DWA-Alarm:
Wenn ein DWA-Alarm ausgelöst wird, aktiviert das DWA-Steuergerät den Lautsprecher der Sirene. Gleichzeitig sendet das DWA-Steuergerät ein Alarmsignal auf den K-CAN. Das Fußraummodul aktiviert den optischen Alarm über die Lichtanlage.
Alarmdauer:
Der DWA-Alarm wird 1-mal ausgeführt, d. h.:
Der DWA-Alarm wird bis zu 3-mal ausgeführt, d. h.:
Der Alarm kann länderabhängig kodiert sein.
Ein DWA-Alarm wird sofort abgebrochen unter folgenden Bedingungen:
Wenn die DWA geschärft ist, überwacht die Junction-Box-Elektronik (JBE) die Bordnetzspannung in einem Bereich zwischen 6,5 Volt und 18 Volt auf folgende Punkte:
Die Spannungsschwellen für Überspannung
und Unterspannung müssen mindestens 250 Millisekunden
lang erkannt werden.
Eine Deaktivierung der Innenraum- und Neigungsüberwachung ist unter folgenden Bedingungen sinnvoll:
Die Innenraum- und Neigungsüberwachung
wird deaktiviert, wenn innerhalb von 10 Sekunden 2-mal
der Befehl ”Verriegeln/Sichern” ausgeführt
wird (z. B. mit der Fernbedienung).
Die DWA-Leuchtdiode
signalisiert die Deaktivierung, indem sie innerhalb einer Sekunde 3-mal
blinkt und dann für eine bestimmte Zeit den ”Herzschlag” simuliert.
Nach Ablauf der Zeit blitzt die DWA-Leuchtdiode dauernd.
Wenn die Sirene während des Alarms ausfällt,
wird nur noch ein optischer DWA-Alarm ausgegeben.
Die
Junction-Box-Elektronik sendet dazu eine Botschaft über
den K-CAN an das Fußraummodul (FRM).
Die Diebstahlwarnanlage (DWA) kann sowohl über
das Türschloss (mit dem integrierten Schlüssel
in der Fernbedienung) als auch über die Fernbedienung geschärft
und entschärft werden (= Überkreuzbedienung).
Aufgrund
von Versicherungsbestimmungen ist die Überkreuzbedingung
in einigen Ländern ausgeschlossen.
Die DWA kann
bei Entfall der Überkreuzbedienung zwar mit dem integrierten
Schlüssel über das Türschloss geschärft
werden, aber nicht über das Türschloss entschärft werden.
(Bei einigen Länderausführungen löst
die Alarmanlage aus, wenn über das Türschloss
entriegelt wird.)
Ein Entschärfen ist nur über
die Fernbedienung möglich.
Die Funktion der Überkreuzbedienung
ist im Car Access System (CAS) kodierbar.
Mit Comfort Access (Komfortzugang) kann der Gepäckraum
ohne aktive Benutzung des Identifikationsgebers geöffnet
werden. Bedingung: Der Identifikationsgeber ist maximal 1,5 Meter
von der Antenne im hinteren Stoßfänger entfernt.
Wenn
beim Schließen der Heckklappe sich ein Identifikationsgeber
im Gepäckraum befindet (und kein berechtigter Identifikationsgeber
außerhalb), wird die Heckklappe wieder geöffnet.
Der Benutzer wird bei Diebstahlwarnanlage darauf aufmerksam gemacht
wie folgt:
Auslesen der Alarmspeicher
Im
Alarmspeicher des DWA-Steuergeräts sind die letzten
10 DWA-Alarme gespeichert. Zu jedem Alarm werden
dabei folgende Zusatzinformationen mit abgespeichert:
Alarmdauer:
Der DWA-Alarm wird bis zu 8-mal ausgeführt (statt 1-mal oder bis zu 3-mal), d. h.:
Panikmodus
Durch den Panikmodus kann bei Bedrohung von außen
bzw. bei einem Unfall die Aufmerksamkeit anderer erreicht werden
(DWA-Alarm).
Die Belegung der Fernbedienung
kann durch Kodierung geändert werden.
Die Taste
für die Heckklappenentriegelung an der Fernbedienung funktioniert
dann als Taste für den Panikmodus. Dazu muss die Taste
für den Panikmodus 3 Sekunden lang gedrückt
werden.
Der Panikmodus kann unabhängig vom DWA-Zustand
(geschärft/entschärft) ausgelöst werden.
Durch Drücken einer beliebigen Taste an der Fernbedienung
wird der Panikmodus beendet.
Der Panikmodus wird nicht
durch die DWA-Leuchtdioden angezeigt bzw. die DWA-Leuchtdioden
verändern nicht ihren aktuellen Anzeigestatus.
Die Alarmdauer für den optischen Alarm im Panikmodus ist begrenzt auf 6 Minuten.
Die Alarmdauer für den akustischen Alarm im Panikmodus ist unbegrenzt (bis die Batterien leer sind).
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