Die Auswertung der Leerlaufruhe funktioniert nur im Leerlauf
(kalt oder warm). Ein einzelner schlecht verbrennender Zylinder
wird genau erkannt.
Die Schlechtwegstreckenerkennung erkennt
den Schlechtwegebetrieb auf einer schlechten Fahrstrecke.
Folgende Bauteile für die Aussetzererkennung werden beschrieben:
Der Kurbelwellensensor erfasst die Position der Kurbelwelle mithilfe eines an die Kurbelwelle geschraubten Geberrades. Die DME berechnet daraus die Motordrehzahl. Der Kurbelwellensensor ist für die vollsequenzielle Einspritzung erforderlich (Einspritzung einzeln für jeden Zylinder optimal zum Zündzeitpunkt).
Durch das Signal vom Kurbelwellensensor wertet die DME
zudem die Kurbelwellenbeschleunigung aus. Durch die Kurbelwellenbeschleunigung
können Rückschlüsse auf die Verbrennungsqualität
einzelner Zylinder gezogen werden.

Index |
Erklärung |
Index |
Erklärung |
|---|---|---|---|
1 |
3-polige Steckverbindung |
2 |
Kurbelwellensensor |
Folgende Systemfunktionen sind beschrieben:
Zur Fehlersuche werden die Laufruhewerte der einzelnen
Zylinder angezeigt. Der Motor muss mindestens 3 Minuten im Leerlauf
betrieben werden, damit sich brauchbare Werte einstellen. Die Auswertung
der Leerlaufruhe funktioniert nur im Leerlauf (kalt oder warm).
Ein einzelner schlecht verbrennender Zylinder wird genau erkannt.
Zufällige Schwankungen des Laufruhewertes eines einzelnen
Zylinders lassen sich nur durch genaue Beobachtung des Wertes erkennen.
Bei theoretisch gleichmäßig verbrennendem Motor
sind die Laufruhewerte 0 (gemittelt über alle Zylinder). Verschiedene
Ursachen können zu erhöhten Laufruhewerten führen
(z. B. Aussetzer, Falschluft, Gemischabweichungen, Störungen
in der Kraftstoffversorgung, mangelnder Kompressionsdruck). Daher
können keine exakten Regelgrenzen angegeben werden. Mithilfe
des Kurbelwellensensors wird am Inkrementenrad die Motordrehzahl gemessen.
Zusätzlich zur Drehzahlerfassung wird auch die Laufruhe
des Motors (= Aussetzererkennung) überwacht. Zur Aussetzererkennung
wird das Inkrementenrad im DME-Steuergerät entsprechend
dem Zündabstand (zwischen 2 Zündvorgängen)
in 2 Segmenten aufgeteilt. Im DME-Steuergerät
wird die Periodendauer der einzelnen Segmente gemessen und statistisch
ausgewertet. Für jeden Kennfeldwert sind die maximal zulässigen
Werte für die Laufunruhe abgelegt (als Funktion von Drehzahl,
Last und Motortemperatur). Wenn diese Werte bei einer bestimmten
Anzahl von Verbrennungen überschritten werden, wird für
einen als fehlerhaft erkannten Zylinder ein Fehlerspeichereintrag
gespeichert.
Die Schlechtwegstreckenerkennung erkennt den Schlechtwegebetrieb
auf einer schlechten Fahrstrecke (Überfahren von Steinen,
Geröll oder Schlaglöchern) anhand der übermittelten
Radbeschleunigung. Bei Schlechtwegstreckenerkennung wird ein Fehler
gespeichert und die Aussetzererkennung kurzzeitig ausgeblendet.
Die Ausblendung ist notwendig, da Schwingungen im Antriebsstrang
durch schlechte Wege zu einer irrtümlichen Aussetzererkennung
führen können. Umgekehrt ist es möglich, dass
die Schlechtwegstreckenerkennung zu spät wirkt (erst nachdem
bereits irrtümlich Aussetzer erkannt wurden). In diesem
Fall werden die Verbrennungsaussetzer mithilfe der Schlechtwegstreckenerkennung
als Falschdiagnose erkannt.
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