Der N14 ist mit einem Verdichtungsverhältnis
von 10,5:1 für einen aufgeladenen Motor vergleichsweise
hoch verdichtet.
Deshalb wacht eine Klopfregelung über
den Verbrennungsprozess. Die Klopfregelung ist funktional erweitert.
Das DME-Steuergerät erkennt auch ein Superklopfen (Sonderform
der Glühzündung).
Folgende Bauteile für die Klopfregelung werden beschrieben:
Der Klopfsensor erkennt eine klopfende Verbrennung.
Eine Glühzündung ist eine ungewollte Zündung,
die durch glühende Teile im Zylinder verursacht wird. Glühzündungen
können bei Motoren mit Direkteinspritzung entstehen. Das
Klopfen wird zylinderselektiv vom DME-Steuergerät
erkannt.

Index |
Erklärung |
Index |
Erklärung |
|---|---|---|---|
1 |
2-polige Steckverbindung |
2 |
Klopfsensor |
Folgende Systemfunktionen sind für die Klopfregelung beschrieben:
Der Motor ist mit einer zylinderselektiven, adaptiven
Klopfregelung ausgestattet. Der Klopfsensor erkennt die klopfende
Verbrennung. Das Sensorsignal wird im DME-Steuergerät
ausgewertet. Längerer Betrieb eines Motors mit klopfender
Verbrennung kann zu gravierenden Schäden führen.
Klopfen
wird begünstigt durch:
Das Verdichtungsverhältnis kann auch durch ablagerungs- oder fertigungsbedingte Streuungen zu hohe Werte erreichen. Bei Motoren ohne Klopfregelung müssen diese ungünstigen Einflüsse bei der Auslegung der Zündung durch einen Sicherheitsabstand zur Klopfgrenze berücksichtigt werden. Damit sind im oberen Lastbereich Einbußen im Wirkungsgrad unvermeidlich. Die Klopfregelung verhindert das Klopfen. Nur bei tatsächlicher Klopfgefahr wird der Zündzeitpunkt des bzw. der betroffenen Zylinder (zylinderselektiv) so weit wie nötig in Richtung spät verstellt. Dadurch kann das Zündwinkelkennfeld auf die verbrauchsoptimalen Werte ausgelegt werden (ohne Rücksicht auf die Klopfgrenze). Ein Sicherheitsabstand ist nicht mehr nötig. Die Klopfregelung übernimmt alle durch Klopfen bedingten Korrekturen am Zündzeitpunkt und ermöglicht auch mit Normalbenzin (Minimum ROZ 91) einen einwandfreien Fahrbetrieb. Die Klopfregelung bietet:
Die Eigendiagnose der Klopfregelung umfasst folgende Prüfungen:
Wenn bei einer dieser Prüfungen ein Fehler festgestellt
wird, wird die Klopfregelung abgeschaltet. Ein Notprogramm übernimmt
die Zündwinkelsteuerung. Gleichzeitig wird ein Fehler in
den Fehlerspeicher eingetragen. Das Notprogramm gewährleistet schadenfreien
Betrieb ab Minimum ROZ 91. Das Notprogramm ist abhängig
von der Last, der Drehzahl und der Motortemperatur.
Beim Superklopfen handelt es sich um eine irreguläre Verbrennung, die bei hoch aufgeladenen Motoren vorkommt. Hierbei steigt der maximale Verbrennungsdruck von ca. 100 bar auf bis zu 200 bar an. Ursachen hierfür sind Fremdstoffe im Brennraum (Öl, Restgas, Kohlepartikel), die eine Entflammung des Gemisches vor dem eigentlichen Zündzeitpunkt auslösen. Deshalb kann das Superklopfen nicht durch Zündungseingriffe abgestellt werden.
Wenn von der DME ein Superklopfen erkannt wird, so wird
zum Schutz vor Motorschäden die Leistung reduziert. Kurzzeitiges
Superklopfen wird durch vereinzelte Schmutzpartikel hervorgerufen.
Superklopfen führt zur kurzfristigen Einspritzabschaltung
(3 bis 6 Zyklen) des betroffenen Zylinders. Zudem wird ein Fehler im
Fehlerspeicher eingetragen.
Hinweis! 1 Klopfsensor für alle 4 Zylinder!
Der Klopfsensor erkennt das Klopfen zylinderselektiv.
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