Kraftstoffversorgung MSS60

 

Funktionsübersicht

Die druckgeregelte Kraftstoffversorgung mit variablem Systemdruck wird von einer elektrischen Kraftstoffpumpe übernommen. Die DME ermittelt den Bedarf aus dem Kraftstoffdrucksensor-Signal und dem Betriebszustand des Motors. Die DME sendet die Kraftstoffmengenanforderung als CAN-Botschaft über den Local-CAN an die Kraftstoffpumpensteuerung.

Die Kraftstoffpumpensteuerung setzt die Kraftstoffmengenanforderung in die Ansteuerung der Kraftstoffpumpe um. Die Kraftstoffpumpe wird über einen elektrisch kommutierten 3-Phasen-Elektromotor angetrieben. Der Wert der CAN-Botschaft liegt im Bereich von 0 % bis 100 %. Die Kraftstoffpumpensteuerung setzt diesen Wert über eine Kennlinie in eine Kraftstoffpumpen-Drehzahl um und regelt diese Drehzahl an der Kraftstoffpumpe ein.

Bei voller Ansteuerung der elektrischen Kraftstoffpumpe wird der Kraftstoffdruck durch den mechanischen Druckregler im Tank auf 6,2 bar begrenzt.

Für Diagnosefunktionen der DME müssen von der Kraftstoffpumpensteuerung über den Local-CAN folgende Daten an die DME gesendet werden:

Bei Einschalten der Klemme 15 läuft die elektrische Kraftstoffpumpe nur an, wenn der Motor längere Zeit abgestellt war.

Diagnosehinweise

Die elektrische Kraftstoffpumpe wird von der Kraftstoffpumpensteuerung überwacht. Wenn die Kraftstoffpumpensteuerung Fehler erkennt, meldet die Kraftstoffpumpensteuerung die Fehler über Local-CAN an die DME. In der DME werden die Fehler gespeichert.

Wenn Fehler in der Kraftstoffversorgung erkannt werden, wird die Kraftstoffpumpe im Notlauf betrieben, d. h. die Kraftstoffpumpe wird mit 100 % Ansteuerung betrieben.

Das Kraftstoffsystem ist dicht, d. h. der Druck wird nach dem Abstellen des Motors gehalten. Dabei muss nach einer Stunde mindestens 1 bar gehalten werden.