Durch die Toleranzen bei der Herstellung der Injektoren weicht die tatsächlich eingespritzte Kraftstoffmenge geringfügig von der theoretisch berechneten Kraftstoffmenge ab. Diese Einspritzmengen-Toleranzen werden nach der Herstellung für jeden Injektor im gesamten Betriebsbereich durch Messungen beim Lieferanten ermittelt. Aus diesen Messungen wird für jeden Injektor ein Abgleichwert erzeugt.
Bei der Fahrzeugmontage wird nach dem Einbau des DDE-Steuergeräts der Abgleichwert eines jeden verbauten Injektors im DDE-Steuergerät gespeichert. Die Abgleichwerte sind entsprechend dem Verbau der Injektoren den einzelnen Zylindern zugeordnet.
Mit diesen Abgleichwerten korrigiert das DDE-Steuergerät die berechneten Einspritzmengen in geringem Maße und verbessert so vor allem die Abgasemissionen. Wenn falsche Werte gespeichert sind, kann es aber auch zu Überhitzungen z.B. des Turboladers kommen.
Mithilfe der Servicefunktion können die Abgleichwerte der verbauten Injektoren im Steuergerät geändert oder neu gespeichert werden.
Für die Abgleichwerte werden im MINI (R56) folgende Zahlen und Buchstaben verwendet:
Der Abgleichwert wird oben auf jeden Injektor aufgedruckt (siehe Grafik).
Hinter dem zweigeteilten, achtstelligen Abgleichwert (1) ist zusätzlich eine einstellige Ziffer (2), als auch eine sechsstellige Zahl (3) aufgedruckt. (2), als auch (3) sind jedoch die für den Abgleich nicht relevant.
Grafik 1: Beispiel für Abgleichwert R56 EURO 4

Achtung: Wenn Injektoren erneuert oder getauscht werden, muss sicher gestellt werden, dass der aufgedruckte Abgleichwert eines jeden Injektors im DDE-Steuergerät dem richtigen Zylinder zugeordnet ist.
Hinweis: Für Zylinder, für die kein neuer Abgleichwert eingegeben wird, bleiben die bisherigen Abgleichwerte im DDE-Steuergerät erhalten.
Achtung: Wenn das DDE-Steuergerät erneuert wurde, muss der Injektormengenabgleich ebenfalls durchgeführt werden, damit die Abgleichwerte der verbauten Injektoren im neuen Steuergerät gespeichert sind!